21:50 

Das wirkliche Unglueck von Bad Aibling - Spurensuche.

Eigentlich war das als Kommentar gedacht. Aber ich mag es nicht zu schwafeln und unfundiert zu "meinen". Also recherchierte ich noch ein bisschen ... und der Beitrag wuchs und wuchs. Bis ich dann eine "Bombe" fand - und mich entschloss, das zum Artikel zu machen.

Es kann hilfreich sein, die Kiste mal umzudrehen und von der Perspektive eines Täters aus zu betrachten. Das ist keineswegs verschwörungstheoretisch sondern, jedenfalls wenn es richtig gemacht wird, die Weiterführung einer etablierten und bewährten mathematischen Beweisführung. Diese beruht darauf, den (oft günstigeren) Fall des - falschen - Gegenteils zum Ausgangspunkt zu machen. Analog dazu hat es sich bewährt, eine allgemein angenommene Darstellung einfach mal auf den Prüfstand zu stellen und zugleich auch einen als Verschwörungstheorie stigmatisierten Ereignisverlauf durchzuspielen.

Zunächst mal: Rosenheim ist sozusagen die Verbindung nach Österreich. Die Strecke München Rosenheim ist der deutsche Teil der Strecke München - Wien, München - Salzburg und München - Kufstein. Die Strecke wiederum, um die es hier geht, ist die Kursbuchstrecke 958 Holzkirchen - Rosenheim (Mangfalltalbahn), die ausdrücklich deshalb seinerzeit elektrifiziert und teilweise zweispurig ausgebaut wurde, um als Ausweichmöglichkeit für die äusserst wichtige Strecke München - Rosenheim (über Grafing) zu dienen.

Die weitere Befassung mit dem Thema bringt immer mehr Ungereimtheiten ans Tageslicht. Die z.B. dass es nicht um die Strecke Bad-Abling - Kolbermoor ging, sondern um die 4,4 km lange Strecke Bad Aibling-Kurpark - Kolbermoor. Das ist insofern wichtig als, das habe ich verifiziert, der FdL im Bahnhof Bad Aibling sitzt und nicht im Haltepunkt B.A. Kurpark.

Auch geistern diverse und widersprüchliche Informationen zum Zeitverlauf durchs Netz, vor allem seitens der medien, aber auch manche Fahrplan Auskünfte widersprechen sich.

Hier mal der korrekte Sachverhalt:
M79505 [Bad Aibling (ab) 6:38 -] Bad Aibling Kurpark 6:40 - Kolbermoor (an) 6:44
M79506 Kolbermoor (ab) 6:45 - Bad Aibling Kurpark 6:48 [- Bad Aibling (an) 6:50]

Die Fahrzeit zwischen B.A. Kurpark und Kolbermoor ist, wie ich bereits früher beschrieb 3 - 4 min und die geplante Begegnung bzw. Halt ist in Kolbermoor. Die Logik ist offensichtlich und simpel, aber sehr knapp: Der aus Bad Aibling kommende 79505 erreicht nach Durchfahrt der betreffenden eingleisigen Strecke um 6:44 Kolbermoor. Der aus Rosenheim kommende Gegenzug 79506 erreicht Kolbermoor um 6:40 und verlässt es 1 Minute nach Ankunft des anderen Zuges um 6:45 und durchfährt dann seinerseits die eingleisige Strecke nach Bad Aibling.

Insofern einer der Züge Verspätung hat, ist es nahezu sicher der aus Holzkirchen (also Richtung München) kommende 79505, da der 79506 ja gerade erst in Rosenheim losgefahren ist, wo er etwa eine Viertelstunde stand (Zeit-Puffer).

Das bedeutet aber auch, dass die kritische Situation prinzipiell gut bekannt, weil üblich und häufig war, weil justamente der weitaus wahrscheinlicher verspätete 79505 aus Holzkirchen praktisch auf die Minute pünktlich in Bad Aibling Kurpark ankommen und losfahren musste, damit die eingleisige Strecke zwischen B.A. Kurpark und Kolbermoor für den 79506 frei war.

Hierbei war das Eingangs (Haupt)Signal in die Strecke zugleich das Ausfahrssignal für den Haltepunkt B.A. Kurpark, der übrigens auch eingleisig ausgeführt war, so dass ein verspäteter 79505 dort nicht von einem pünktlichen 79506 passiert werden konnte; dies musste also gegebenenfalls in Bad Aibling selbst geschehen, was zu einer mindestens 12 Minuten verspäteten Ankunft des 79505 in Kolbermoor führen würde und womöglich zu einem sehr knappen Aufenthalt in Rosenheim.

Hieraus resultieren einige Vermutungen, der Betreiber (Mangfalltalbahn) habe Druck auf die FdL ausgeübt. Das allerdings ist nur schwer vorstellbar, da nicht-Bahn AG Betreiber (wie eben dieser) die Strecke *nicht* betreiben; das tut die Bahn Netz Gesellschaft. Was dem Betreiber allerdings möglich (und auch vorgesehen) wäre, war den 79506 ein paar Minuten länger in Kolbermoor warten zu lassen und so die Verspätung insgesamt aufzuteilen, zumal ein zumindest teilweises Aufholen hinter Bad Aibling möglich ist.

Allerdings drängte mich natürlich die Frage des zeitlichen Verlaufes. Hierzu gibt es im wesentlichen 2 Informationen: Der Unfall war "gegen 6:47" und der 79505 Richtung Kolbermoor hatte 4 Minuten Verspätung. Selten erwähnt, aber auch sehr wichtig ist, dass der komplette hier relevante Streckenabschnitt B.A, B.A-Kurpark, Kolbermoor vom Fahrdienstleiter im Bad Aiblinger Bahnhof gesteuert wird; Ob und wann der Gegenzug aus Kolbermoor abfuhr bestimmte also der selbe FdL, der auch dem Zug aus B.A.-Kurpark die Fahrt freigab.

Ich habe keine polizeiliche Sonderkommission nebst Hilfe durchs Bundesamt, aber ich konnte durchaus etwas Naheliegendes tun, das die entweder noch nicht getan oder aber noch nicht darüber informiert haben. Und dazu brauchte ich auch nicht Wochen sondern nicht einmal eine Stunde: Ich ließ beide Züge anhand der vorliegenden Informationen sozusagen rückwärts fahren, als ob es Aufzeichnungen gäbe, die ich rückwärts abspielen würde.

Nicht einziger Anlass aber wesentlicher Auslöser dafür waren die verfügbaren Angaben, insbesondere der genaue Ort des Unglücks bei km 30,3. Und damit meine ich nicht die doppelte 3, die zu den Zahlen gehört, die erstaunlich oft bei Unglücken oder Anschlägen auftaucht, sondern die dadurch definierte Konstellation.

Wenn man anhand der verfügbaren Informationen zurückrechnet, so ergibt sich Folgendes: Der 79506 fährt laut Fahrplan um 6:45 in Kolbermoor (km 33,0) ab. Das Unglück ereignete sich "gegen 6:47" bei km 30,3. Die übliche Geschwindigkeit auf dem Abschnitt sind 100 km/h.

Und Bingo, das passt. Lässt man den 79506 um Punkt 6:45 abfahren und mit 100 km/h Richtung B.A. Kurpark fahren, so erreicht er km 30,3 um ca 6:46.40, also "gegen 6:47".

Allerdings: Macht man nun dasselbe mit dem 79505, so fährt dieser bei dieser Berechnung um 6:45:30 aus B.A. Kurpark aus! Ich habe sogar eigens eine kleine Simulation mit 10 Sekunden Takt erarbeitet, um dieses Ergebnis zu verifizieren.

Das aber bedeutet, dass der FdL den 79505 losfahren ließ, *nachdem* er weniger als 1 Minute zuvor den 70506 aus Kolbermoor in den eingleisigen Abschnitt ausfahren ließ!

Das würde bedeuten, dass der FdL das Unglück *wissentlich* herbeiführte. Denn, nochmal, er war für beide Bahnhöfe/Haltepunkte und mithin für beide Züge zuständig. Zudem entspricht der Abschnitt (sogar die gesamte Strecke) aktuellem Sicherheitsstandard und sein Stellwerk vom Typ Sp Dr S60 (Inbetriebnahme 1977, sehr weit verbreitet und äusserst zuverlässig) hätte diese Ausfahrt strampelnd und schreiend verweigert. Die einzige Möglichkeit, es dennoch zu tun war, den Abschnitt über das Ersatzsignal freizugeben.

Ich habe mir Photos von dort (Haltepunkt B.A. Kurpark) angesehen und dort ist klar eine gängige (Licht)Signalanlage mit Ersatzsignal zu erkennen - und noch etwas anderes: Ein gleich nach dem Haltepunkt (Richtung Kolbermoor) gelegener Bahnübergang. Es ist also davon auszugehen, dass dort mehrere Fahrzeuge bei der Ausfahrt des besagten 79505 zugegen waren, sei es, weil sie an der Schranke warten mussten, oder weil sie Fahrgäste dorthin brachten oder abholten. Diese Zeugen zu eruieren dürfte ziemlich leicht sein; man braucht nicht einmal einen öffentlichen Aufruf. Es reicht, sich an einem beliebigen Wochentag um die betreffende Zeit dort hinzustellen und die Autofahrer zu fragen; die wohl meisten dürften Pendler sein, die wochentäglich dort fahren/sind.

Aber noch etwas ergibt sich aus der Rückrechnung: Dass die Angaben zur Verspätung um ca 30%(!) daneben liegen. Den allgemeinen Angaben zufolge hatte der 70505 4 Min. Verspätung. Die Rückrechnung ergibt aber 5,5 Min.
Mancher mag meinen, das sei Pingelkram und unwichtig. Aber das ist keineswegs so, denn davon hängt der Ort des Unglücks ab. Hätte der 79505 nämlich 90 Sekunden weniger Verspätung gehabt, dann wäre der Unfall (unter sonst gleichen Umständen) nämlich nämlich ca. 2,5 km hinter km 30.3, also bei km 32.8 passiert, sprich a) auf einer langen Geraden (mit guter Sicht) und b) wenige hundert Meter vor dem Bahnhof Kolbermoor. Allerdings wäre er dann hochwahrscheinlich gar nicht erfolgt oder jedenfalls ganz, ganz erheblich weniger tragisch, denn der 79506 wäre dann gerade erst angefahren, beide hätten weitaus bessere Sicht gehabt und zudem hätte der 79505 ohnehin bereits stark abgebremst, weil er sich ja dem Bahnhof Kolbermoor genähert hätte, an dem er ohnehin halten musste, so dass er mit ganz erheblich verringerter Geschwindigkeit gefahren wäre.
Im Ergebnis wäre die effektive energetisch wirksame Aufprallgeschwindigkeit bei vielleicht 20 oder 30 km/h gelegen statt bei annähernd 200 km/h. Übrigens wären auch die Rettungsarbeiten ganz erheblich einfacher gewesen.

Was haben wir also, wenn wir uns das alles mal im Ganzen ansehen?

Reichlich falsche Angaben und Informationen mindestens seitens der medien. Davon allerdings extrem viel; man kann heute bei einer google Suche kaum Angaben zum Stellwerktyp in Bad Aibling finden, weil man völlig zugeschmissen und überflutet wird von medien Artikeln. Interessanterweise ist eine sehr kritische Angabe punktgenau falsch. Wäre sie richtig, hätte das Unglück gar nicht oder mit höchstens ein paar kleinen Blessuren gegeben.
Dann haben wir einen FdL mit 20 Dienstjahren (kaum erwähnt in den medien), der angeblich fahrlässig das Unglück herbeigeführt haben soll. Das allerdings ist definitiv falsch, weil Stellwerk und Zugsicherungssysteme das nahezu unmöglich machten. Wenn er wirklich verantwortlich ist, dann tat er es absichtlich, mutwillig und böswillig mörderisch. Das aber wird nirgends auch nur angedeutet.
Und wir haben Behörden, sie sehr langsam aufklären und informieren. Fast zwei Monate sind vergangen und wir haben herzlich wenig erfahren. Und was wir erfahren haben, strotzt nur so vor falschen Abgaben und Widersprüchen.

Dabei werden alle wesentlichen Handlungen im Stellwerk wie auch im Zug protokolliert und die "black boxes" aus den beiden Zügen wurden auch geborgen. Obendrein haben sich nahezu sicher reichlich Zeugen (z.B. von der Schranke) von selbst gemeldet.

Und alles, was man uns serviert ist dummer, fahrlässiger aber geständiger FdL? Lächerlich! An dieser Brühe stinkt so ziemlich alles.

Wie könnte es prinzipiell zu dem Unglück gekommen sein, welche Möglichkeiten gibt es?
- Bösartiges, planvolles Handeln mit Mordabsicht des FdL - sehr unwahrscheinlich.
- Bösartiges, vorsätzliches Handeln eines Lokführers - sehr unwahrscheinlich, zumal er selbst als Erster draufgeht.
- Fehlfunktion des Stellwerks - nahezu sicher auszuschließen. Gerade die Sp Dr S60 gilt als äusserst zuverlässig und bewährt. Als sicherer übrigens als die moderneren digitalen Anlagen.
- Vorsätzliche professionelle Fremdeinwirkung durch einen Geheimdienst

Nach mittlerweile ziemlich ausführlicher Befassung mit der Sache, gehe ich persönlich ganz klar von der letzten Möglichkeit aus. Man *kann*, genügend bösen Willen und Fachkenntnisse vorausgesetzt, die Sicherheitssysteme und Vorkehrungen austricksen.
Das Problem, ich schrieb es bereits früher, ist ein grundsätzliches: Diese Systeme arbeiten zu weiten Teilen mit Abbildungen der Realität und diese lassen sich naturgemäß verfälschen. Eine Sp Dr S60 z.B. weiss nicht wirklich, ob ein Gleis frei ist; was sie weiss ist lediglich, dass z.B. eine bestimmte Spannung anliegt oder eben nicht. Dass das gleichzusetzen ist mit "Gleis ist frei" ist nichts als praktische Deutung, weil ein Ingenieur festgelegt hat, dass an bestimmten Eingängen bestimmte Sensoren angeschlossen werden und dass z.B. das Anliegen einer Spannung an diesen Eingängen bedeuten soll, dass ein Gleis frei ist.
Ich ritt am Anfang dieses Artikels darauf herum, dass der Zug nicht aus Bad Aibling sondern aus B.A. Kurpark ausfuhr. Der Grund ist der, dass der FdL nicht wirklich sehen und wissen kann, was dort real ist; er ist auf das angewiesen, was ihm die Stellwerk-Anlage sagt. Diese wiederum ist darauf angewiesen, was die Sensoren ihr "sagen".

Der Normalbürger kann das nicht, aber Profis können sehr wohl so eine Anlage austricksen. Die können ja auch Jets abstürzen lassen. Und so können sie z.B. vorgaukeln, ein 79506 stünde brav in Kolbermoor oder habe sich vielleicht ungewöhnlicherweise verspätet und der Streckenabschnitt dorthin sei frei. Man bedenke, dass wir alle nicht wissen, ob der FdL die Strecke wirklich per Ersatzsignal freigegeben hat. Die medien schreiben das so, aber die schreiben ja viel und besonders gerne diverse Lügen. Letztlich ist das nur eine Annahme, die davon ausgeht (oder sogar bewusst etablieren will), dass das Problem beim FdL liegt.

Dagegen spricht, dass der Mann 20 Dienstjahre hinter sich hat und nichts Negatives über ihn bekannt ist; dass jeder FdL sich 3 mal überlegt, ob er ein Hauptsignal übergeht, nicht zuletzt, weil die Verantwortung dafür nachweisbar ist und glasklar bei ihm liegt, aber auch weil es Aufwand bedeutet. Und vor allem müsste man erklären, was den Mann dazu veranlasst haben sollte, nicht nur seine Existenz aufs Spiel zu setzen, sondern auch noch womöglich Hunderte Menschen in den Tod zu schicken oder zu Krüppeln zu machen.

Nicht zuletzt ein Argument spricht stark gegen die verbreitete Darstellung des unfähigen FdL: medien lieben nichts mehr als Schlagzeilen. Die Schlagzeile "FdL hat aus ungeklärten Gründen fahrlässig gehandelt" ist nicht nur sachlich falsch sondern sie ist auch mau. Viel, viel attraktiver für die wäre "Drama: FdL wurde vor 2 Jahren Islamist (oder von seiner Frau betrogen und verlassen, oder ...) und schickt zwei Züge voller Menschen in den sicheren Tod!". Aber nein, sie drucken die maue Nicht-Schlagzeile.

Das, aber auch die auffallend langsame Arbeit der Behörden und anderes weist ziemlich deutlich darauf hin, dass die offizielle Darstellung falsch ist und dass da etwas vertuscht werden soll. Vielleicht ein Anschlag durch einen Geheimdienst, vielleicht auch etwas ganz anderes, aber eins ist für mich klar: Der FdL ist selbst Opfer und nicht Täter und die Behörden und wohl auch die Bahn wollen das, was wirklich passiert ist vertuschen.

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Edit: Ein paar Fehler ausgebessert

@темы: diktatura, luegenmedien

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Комментарии
2016-03-30 в 22:15 

Thommy
......warum erinnert mich das an NSU ???? ( nicht die Motorrad/ Autofirma )...........
Danke für die tolle Recherche.............

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2016-03-30 в 23:47 

Alexander
Könnte auch ein Probelauf für zukünftige Manipulantionen gewesen sein, um den Terror noch zu verstärken. Tastache ist, wir haben die größten Verbrecher in Politik und Behörden incl. Medien !

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2016-03-30 в 23:47 

Franz
hatte kurzzeitig ähnliches vermutet, den Gedanken daran aber wieder verworfen weil ich nicht wollte das es so sein könnte,
danke für die Recherche und den Artikel

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2016-03-31 в 00:06 

Ihre Recherche und das daraus resultierende Fazit könnte mit den Worten Obamas "Ab und zu müssen wir den anderen die Arme umdrehen." zusammen passen.
Bernd

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2016-03-31 в 00:17 

Stellwerktyp: Sp Dr S60
(Leer sind von mir eingefügt)
Quelle: wwwPUNKTmangfall24PUNKTde / mangfalltal / bad-aibling-ort28271 / fahrdienstleiter-aufgaben-ausbildung-ma24-6129304 . html

wwwPUNKTstellwerkePUNKTde / bilder / index . html

Sicherungssystem: wwwPUNKTmangfall24PUNKTde / mangfalltal / bad-aibling-ort28271 / bad-aibling-so-funktioniert-sicherungssystem-das-auf-der-bahnstrecke-einsatz-ist-6108845 . html

Zug, der von Holzkirchen Richtung Rosenheim fuhr, startete um 6.10 Uhr in Holzkirchen:... wwwPUNKTmangfall24PUNKTde / mangfalltal / bad-aibling-ort28271 / aibling-ursache-zug-unglueck-strecke-holzkirchen-rosenheim-noch-unklar-6109193 . html

Ex-BOB-Chef im ZDF-Interview: Ein "Rätsel" wwwPUNKTmangfall24PUNKTde / mangfalltal / bad-aibling-ort28271 / ex-bob-chef-heino-seeger-zdf-interview-raetsel-ma24-6132922 . html (zum Interview im Text verlinkt/Chef wirkt wie dem Teufel begegnet)

Lieber Russophilus, ich stell die Links (wenn comment klappt) nicht rein, damit Sie es durchackern. Sondern damit u.a. auch ich die gesammelt wo finde (Aussage Privatpers. wg. "komischer Wartezeit" finde ich schon nicht mehr (?www aib-stimme de?)
Führerstandmitfahrt (min 32:50) yt: ...VsobYN4etCo

Gruß M.E.

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2016-03-31 в 00:49 

Tamas

Wie heisst den der FDL? Man kann ihn ja mal fragen.
Oder ist er dann tot, wenn er mit jemand spricht?

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2016-03-31 в 00:53 

M.E.

Diese links zu sammeln lohnt nicht. Zum einen käuen die nur das allerorten Verbreitete wieder, zum anderen strotzen sie nur so vor Fehlern.

Besonders interessant allerdings finde ich die "missglückter Funkspruch" Geschichte, die mEn ganz klar zur Etablierung eines Narrativs dient.

Zunächst mal sollen wir also glauben, der eben noch fröhlich Hunderte Menschen *bewusst und mutwillig* in ein womöglich lebensgefährliches Unglück schickende FdL habe Momente danach plötzlich vor Panik nicht mehr die richtige Taste treffen können. Aha.
Aber es geht noch weiter: Die "versehentlich" angefunkten anderen FdL hätten "sich daraufhin bei ihm gemeldet" - Schwachsinn! Erstens funktioniert das so nicht; da labert man nicht einfach ins Funkgerät und irgendwann später melden sich die anderen FdL dann. Nein! Die melden sich *sofort* und er wiederum wartet auch diese Reaktion ab. So funktioniert das grundsätzlich; da wird alles quittiert.
Und zweitens würden die anderen FdL sich nicht "später bei ihm melden" ("Moin, Schorsch. Du, da hast du die Tasten verwechselt. Probiers vielleicht nach dem Frühstück nochmal bei den Lokführern") sondern augenblicklich die Situation begreifen und die Lokführer kontaktieren. Oberste Priorität in so einer Situation ist, das Unglück zu vermeiden und nicht etwa den Kollegen auf Kinkerlitzchen wie eine falsch gedrückte Taste hinzuweisen.

Auch: Der Beruf eines FdL besteht zu erheblichen Teilen aus dem Drücken von Tasten - und zwar verdammt den richtigen Tasten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein FdL "in der Aufregung die falsche Taste drückt" ist ungefähr so realistisch wie die, dass ein Pilot "in der Aufregung" einen Kaffe bei der Stewardess bestellt statt die Maschine in die richtige Position zu bringen.

Nein, ich bin ziemlich sicher, dass das dazu dient, das Narrativ vom schuldigen FdL zu etablieren und zu untermauen. Genau so funktionieren solche Machenschaften nämlich. Nicht nur die gewünschte Linie behaupten ("Der Fdl war schuld") sondern auch Futter drumherum plazieren, das die Leute ohne ausführliches Hinsehen und Überprüfen geradezu als Bestätigung der gewünschten Geschichte nehmen müssen. Und das Praktische dabei: So was kann man gut faken.

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2016-03-31 в 01:55 

Russophilus

Die Tage hatte ich die "Geschichte" geschluckt.
Jetzt nicht mehr.

FdL wusste (nach dem 1. Schock), weil Tasten richtig bedient aber die nicht funktionierten, dass er Figur in einem Spiel ist, das er besser nicht hinterfragt.
(Werde (bei Gelegenheit) nach den 1. veröffentlichten Aussagen des FdL suchen. Manchmal geht was Ausversehen online. Hm. Das wird dann aber gelöscht und - eigentlich - nur wenn man den Wortlaut kennt, findet man es evtl noch in Cache.)

Allerdings Innenminis.Hermanns verfrühte Aussage könnte genau das Gegenteil was er sich erhoffte, bewirken.
Die andere Seite, w e r will es denn schon genau wissen. Höchstens enge Angehörige. Und dann?
Das ist das üble von Terror. Hat kein Gesicht.
Darum funktioniert auch: Paar Terroristen (600 und paar Helfer) halten Mio Ahnungslose in Schach.

Irre Zeit. Aber es fielen inzwischen etliche Masken.

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2016-03-31 в 01:57 

War grad Antwort

von M.E.

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2016-03-31 в 02:05 

Peter Pan

Russophilus, das sehe ich genauso und sehe da eine Parallele zum GermanWing Fall. Ich kenne einen Piloten und der hat mir bestätigt mit Zustimmung seiner sämtlichen Kollegen, daß das Selbstmordmärchen ausgeschloßen ist. Ein Pilot würde aus ethischen Gründen sowas nie machen.
Seehofer war bei Putin und das mußte bestraft werden. Warum hört man nichts mehr von Seehofer? Er müßte nur die Koalition aufkündigen und Merkel würde auf der Müllhalde der Geschichte landen, sofort. Ich bin davon überzeugt, daß die Anglozios Europa komplett vermient haben für alle Fälle.

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2016-03-31 в 02:38 

Nur ein paar Gedanken dazu:

Die sich in Rosenheim aufzweigenden Hauptstrecken München - Salzburg (weiter nach Wien, Budapest oder Villach, Triest) und München - Kufstein (weiter Brenner, Verona) sind sehr stark befahren, sowohl vom Personen- vor allem aber vom Güterverkehr über den Brenner. insofern wären da ideale Anschlagsziele, leicht überall erreichbar, abgelegene Stellen, gute Fluchtwege, maximaler Schaden möglich mit wenig Aufwand (kleine Sprengladung an Schiene).
Die kleine Nebenstrecke Holzkirchen - Rosenheim ist dagegen total unbedeutend hat keinen Güter- sondern nur Personennahverkehr und mit der Hauptstrecke absolut nichts zu tun, ist auch keine Ausweichstrecke für die Hauptstrecke. Ihr einzig wirklicher Sinn liegt darin, daß sie dem Bahnfahrer ermöglicht, relativ schnell vom Münchener Einzugsgebiet im Südosten in den Münchener Westen und Südwesten zu gelangen, ohne den enormen zeitraubenden Umweg der Hauptstrecke über Grafing, Ostbahnhof und Hauptbahnhof. München hat da im Süden eine sehr deutliche Trennlinie zwischen dem Südosten und dem Südwesten, wo es selbst für Autoverkehr keine guten Verbindungen gibt, obwohl hier luftlinie mäßig nur kurze Entfernungen sind. Will man also z.B. von Rosenheim irgendwo in den Südwesten oder Westen Münchens, fährt man mit der Bahn nach Holzkirchen und kann ab da das sehr gute Münchener S-Bahnnetz nutzen.

Nr. 1 von AQ 47

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2016-03-31 в 02:55 

Auffällig bei der Geschixhte waren folgende Punkte:

Die Bevölkerung hat offenbar nicht an ein Unglück glauben wollen. Man hörte Gerüchte und Zweifel, was sonst niemals der Fall war/ist. Nichts fassbares, aber eben eine Stimmung. Es wurde eine Linie gezogen entweder zu Seehofers Moskau-Besuch oder zu Seehofers Widerstand gegen Merkels Asylpolitik (auch wenn der nur verbal ist). Oder auch zu den US-Abhöreinrichtungen in Bad Aibling, die ja weithin sichtbar in die Landschaft ragen.
Auch andere Gerüchte gingen um, von Asylbewerbern die immer auf den Bahnhöfen rumlungern würden und vielleicht das Personal beansprucht hätte durch frühmorgendlichen Vandalismus. Es wurde erzählt, im Stellwerk wäre eine Führung für Asylis gewesen zu der Zeit, was wohl so früh am Tag sicher eine unsinnige Story ist. Andere erinnerten daran, daß der Bürgermeister von Bad Aibling ein besonderer Verfechter der Willkommenskultur sei, der im vorauseilenden Gehorsam gerne mehr Unterkünfte bereitstelle, als er es tun müßte. Und es wurde als seltsamer glücklicher Umstand empfunden, daß an dem Unglückstag ja keine Schulkinder unterwegs waren, sonst hätte es ja sicher viel mehr Tote und vor allem tote Kinder gegeben.

Zu der Geschichte mit dem Funk: Im Bayerischen Rundfunk wurde das so dargestedllt, daß der FDL versucht habe, per Handy die beiden Lokführer zu erreichen, daß aber unglücklicherweise genau auf diesem Teilstück kein Handynetz verfügbar sei, was Anwohner schon früher mehrfach bemängelt hätten, nicht wegen der Gefahr für den Bahnverkehr, sondern weil sie dort nicht telefonieren könnten... mEssungen hätten das bestätigt, jetzt werde Abhilfe geschaffen.

Nr. 2 von AQ 47

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2016-03-31 в 03:14 

Vom FDL hieß es, der sei zu seinem eigenen Schutz und dem seiner Familie an einen unbekannten Ort gebracht worden. Niemand weiß Namen oder irgendwas aus seinem Umfeld... Die ganze Geschichte ist mittlerweile abgehakt, eigentlich vergleichsweise schnell, angesichts der Opferzahlen, der merkwürdigen Umstände und entgegen sonstiger Behandlung von Ereignissen dieser Bedeutung. Gerade der Bayerische Rundfunk hat eher wenig dazu gemacht, während sonst jeder Kuhschiß wochenlang durchgekaut wird. Der BR ist sowieso in einer Entwicklung hin zu einem linkslinken Antifa-Sender, der sich mit Volksmusik und Milchquote tarnt, um seinen Rückhalt beim Publikum nicht zu verlieren...

Vergleichen kann man das Ereignis wohl am besten mit dem Absturz der Lufthansa-Maschine letztes Jahr in den französischen Alpen. Viele Opfer, schnell ein Täter, ungewöhnliche technische Umstände, wenig glaubhafte STORY, die sehr schnell in Stein gemeißelt wird. Auffällig raus aus den Medien, Verschwörungstheorien ohne Belege, ungutes Gefühl in der Bevölkerung, denkbare Motive ähnlich (letzte Warnung an bestimmte Eliten, Demonstration der Macht, Armumdrehen bei Aufbegehren).

Danke, daß Sie das Thema nochmal aufgegriffen haben!

Nr. 3 von AQ 47

URL
2016-03-31 в 03:22 

Könnte auch gut sein, wenn sich der FDL öffentlich äußern würde: "Ich wars nicht", dass ein paar Ärzte und Gutachter incl Justiz mit der Gustl Mollath Akte winken.

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2016-03-31 в 04:52 

Ähm, doch, das *ist* eine sehr wichtige Ausweichstrecke. Das ist auch in Unterlagen nachvollziehbar; z.B. war das überhaupt mal der Grund für die komplette Elektrifizierung, modernere Technik, usw.

Kurz noch zu "Funk" und "Handy". Es ist Tradition von früher her (wo es wirklich Funk war), das alles unter Funk zu benennen. Aber heutzutage ist es GSM (daher auch das "Handy" Gerede), nur halt GSM-R (Bahnstandard, über den aber auch normale Handytelefonie möglich ist). Genau diese Verwirrung hat man für das "in der Panik vertippt" Märchen ausgenutzt, weil der Normalbürger bei sowas natürlich das Bild von einem handy vor Augen hat. Tatsächlich ist es aber so, dass ein FdL in praktisch jedem Stellwerk kein Handy verwendet. In Loks gibt es sogar einen eigenen Notrufknopf. Auch besteht die Möglichkeit - und das ist, was hier in Frage käme - über sogenannte Funktionsnummern einen (Durchsage)Anruf an 'alle Lokführer auf der Strecke' zu machen; diese sind nur einer definierten Funktionsrufnummer zu erreichen. Tatsächlich besagen die Bahnvorschriften sogar, dass u.a. FdL das einmal jährlich überwacht üben müssen, damit das auch solide sitzt.

Wir wir mittlerweile wissen, existiert dort auch *kein* Funkloch, womit auch das Märchen "beim ersten Mal vertippt, beim zweiten Mal keinen erreichen können" abgehakt ist.

Wenn ich mal alle Faktoren, vor allem technische, operative, politische sowie die offizielle Geschichte ansehe, dann vermute ich ein Szenario wie ungefähr das Folgende:

Dienst X täuscht verspäteten oder aufgehaltenen Zug aus Rosenheim vor. FdL in B.A. muss denken, der Abschnitt ist frei und er schickt also den verspäteten Zug aus Holzkirchen in den Abschnitt. Kurz darauf zeigt ihm das Stellwerk an, dass da beide Züge im Abschnitt sind. Ihm wird klar, dass da etwas furchtbar schiefgelaufen ist und er setzt eine Nothalt-Meldung ab, aber es ist schon zu spät. Vielleicht versucht er auch noch panisch, den Kollegen in Rosenheim zu erreichen, weil er nicht glauben kann, was das Stellwerk ihm zeigt und er nachfragen will, ob der Kollege etwas weiss.

So ein Szenario kann alles, was wir wissen und was an Gegebenheiten zu berücksichtigen ist, unterbringen und erklären.

Wie könnte es gelaufen sein?

- Der Schwachpunkt ist die Lok, genauer die PZB darin. Die ist digital und also gut angreifbar.
- Als Geheimdienst möchte ich Zeugen vermeiden. Deswegen werden die auch immer z.B. als "terroristen" entsorgt. Die Frage ist also, welche Toten es gibt und wer von denen nützlich war. Nun, es gibt tote Lokführer.
- Ein Schuldiger wird auch gebraucht. Nicht für den Geheimdienst, der den Anschlag verübt, aber für die deutsche Seite.
- Die Wahrheit darf keinesfalls rauskommen; das will absolut niemand. Zig Tote sind schlimm, aber das kann man als bedauerlichen Einzelfall darstellen. Wenn das Volk aber erführe, dass genau dasselbe quasi nach Laune prinzipiell jedem Zug passieren kann, dann wäre das quasi eine Atombombe- Es muss also auf jeden Fall eine leicht verdauliche, vernünftig erscheinende offizielle Erklärung her.

Letzter Auslöser für meine Hypothese waren die Schweizer. Die haben, was eigentlich durchaus vernünftig ist, eine Art Nothalt per Bahnfunk (GSM-R) gebaut wegen einer längerfristigen Baustelle. Dafür wollten sie sowas.

Also: Als Einsatzplaner eines Geheimdienstes würde ich die Schwachstelle suchen und zwar bevorzugt in einem Bereich, in dem ich gute Fähigkeiten und Werkzeuge habe. Digital = Computer ist immer gut. Von einem Stellwerk lasse ich lieber die Finger; sowas wird physisch = leichter nachweisbar und obendrein haben das vor vielen Jahren mal richtige deutsche Ingenieure ziemlich solide ziemlich "wetterfeste" Technik gebaut. Im Krimi kann man ja mal eben ein Kabel anzapfen, durchschneiden, was auch immer und das dann unter ein paar Schottersteinen verstecken. Aber im echten Leben kommen da Polizisten vom LKA oder vom BKA, die blitzgescheit und sehr ausdauernd und pingelig jeden mm Kabel umdrehen und prüfen.
Alles was ich brauche sind eine glaubwürdige "ist verspätet" Meldung und eine Lok, die sich nicht um die PZB und andere "Sicherheitsventile" schert. Das kann ich beides mit klassischen Geheimdienstmethoden kriegen. Dann passiert in Kolbermoor genau das, was ich da haben will und der FdL in Bad Aibling sieht genau das, was ich ihn sehen lassen will. Kritisch ist nur ein sehr kleines Zeitfenster. Wenn der seinen Zug in den vermeintlich freien Abschnitt geschickt hat, dann lasse ich die Lok die Kolbermoor losfahren. Da der Abschnitt nicht frei ist, muss ich gegen ein Halt Signal fahren und Alarm und Zwangsbremsung vermeiden, was aber kein Problem ist, weil ich das digitale Sicherheitssystem der Lok (und vielleicht auch den Lokführer manipuliert habe. Was übrigens leicht war, weil das kaum abgesichert ist. Egal, der stirbt eh und erzählt nichts mehr) manipuliert habe. Da es echt aussehen soll und ich den Zusammenstoß an einer bestimmten Stelle haben will, lass ich "meine" Lok erst etwas später und/oder langsam losfahren und dann voll heizen.
Aber FdL in bad Aibling pennt nicht, der merkt und beachtet, dass ihn sein Stellwerk heftig annölt; damit war zu rechnen, denn ich kann zwar in der Lok tricksen, aber z.B. die Achszähler habe ich nicht manipuliert (dazu hätte ich in die Stellwerktechnik eingreifen müssen, was ich vermeiden wollte). Deshalb merkt das Stellwerk die kritische Situation und warnt heftig. Nur: Der kann nix machen; sein Zug ist draussen und meiner auch und er hat nur ungefähr 90 Sekunden Zeit zu handeln. Wenn ich also das GSM-R für diese kurze Zeit störe, was ich bequem und unauffällig aus einem Lieferwagen machen kann, dann kann der notfunken so viel er will.

Später werden dann Gerüchte von "Funkloch" auftauchen und von einem panischen FdL und ansonsten wird eh alles und vor allem sachliches, sauberes Denken erst mal unter einer riesigen "Zugunglück! Ganz viele Tote!" Welle absaufen. Und falls ich so schlau (und es mir überhaupt wichtig) war, noch ein bisschen Sprengstoff in "meiner" Lok mit der manipulierten Anlage zu deponieren, dann wird es auch niemals Beweise geben, jedenfalls nichts, was sich auswerten lässt und Erkenntnisse liefert. OK, den FdL wird's natürlich übel erwischen, aber einen Schuldigen muss es nun mal geben; das wollen und brauchen auch die deutschen Behörden.

Ich (der Geheimdienst-Täter) kann zufrieden sein; ich habe meine Postkarte auftragsgemäß zugestellt und keiner kann mir was nachweisen. und die deutschen haben jetzt eh andere und dringendere Probleme. Das z.B., was da los ist, wenn bekannt wird, dass die Hunderte Millionen und mindestens Monate, wenn nicht Jahre brauchen, um ihre Zugsicherheits-Systeme mal vernünftig abzusichern und überhaupt erst mal alle bugs und Einfallstüren dicht zu machen und dass bis dahin jeder Geheimdienst, der das gerne möchte, mit ihren Zügen Eisenbahn spuielen kann, nur eben in real.

Sollte irgendwann eine deutscher Kollege mich darauf ansprechen und annölen, dann werde ich ihn nur kühl ansehen und sagen "Bahntechnik war schon *immer* militärisch höchst relevant. Nölt nicht sondern bedankt euch lieber für die grobe Erinnerung an diesen Sachverhalt aus dem 2 Semester Militärakademie!"

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2016-03-31 в 09:35 

Ossy

@russophilus Vom Eisenbahnbetrieb im Allgemeinen und der Eisenbahnsicherungstechnik im Besonderen habe Sie keine Ahnung. Was Sie da Schreiben ist riesengroßer Mist.
1. In Bad Aibling Kurpark steht am Ende vom Bahnsteig Richtung Kolbermoor das Blocksignal 313 mit einen weiß-Rot-weißen Mastschild und einen Zs1
2. zuständiger Fdl für die Ausfahrt Kolbermoor, Fdl Bad Aibling
3. zuständiger Fdl für den Streckenabschnitt Bad Aibling - Kolbermoor, Fdl Bad Aibling

Welchen Fdl muss der Fdl Bad Aibling fragen, bei einer Rotausleuchtung Bad Aibling Kurpark - Kolbermoor?
Welche Bedienhandlung ermöglicht dem Fdl Bad Aibling trotz Rotausleuchtung, die Weiterfahrt zu ermöglichen?

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2016-03-31 в 11:20 

Ich widerspreche nochmals: Holzkirchen - Rosenheim ist keine Ausweichstrecke! Das gibt die eingleisige Strecke mit sehr alten Brückenbauwerken und nur Ausweichen in den Bahnhöfen gar nicht her. Auch von den Längen der Ausweichen her nicht. Außerdem zeigt der tägliche Augenschein, daß dort niemals anderer Verkehr ist als der einer Nahverkehrsnebenbahn. Diese Strecke ist ausgelegt zur Versorgung der vielbewohnten Gegend zwischen Kolbermoor und Rosenheim mit ÖPNV und kann mehr gar nicht aufnehmen und hat es auch nicht bei den seltenen Sperrungen der Hauptstrecke.
Tut mir leid, aber da geben Sie eine Fehlinformation.

AQ 47

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2016-03-31 в 11:24 

Muß heißen „zwischen Bad Aibling, Kolbermoor und Rosenheim und zur Anbindung an den Fernverkehr“.

AQ 47

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2016-03-31 в 17:41 

Ossy

Zu 1: Das ist mir bekannt. Ich habe das ausführlich angesehen. Die Schilder sind ja deutlich genug zu sehen. Das jedenfalls Halten und nur mit ausdrücklicher Erlaubnis weiterfahren Mastschild (weiss, langes rot, weiss) habe ich durchaus bemerkt und es erstaunt mich auch nicht an dieser Stelle. Auch das Zs1 (direkt unter dem Hauptsignal) habe ich natürlich gesehen.
Ich sagte nichts anderes.

Zu 2: Ich sagte nichts anderes.
Zu 3: Ich sagte nichts anderes.

Tatsächlich schrieb ich sogar, dass der B.A. FdL für den gesamten Streckenabschnitt bis Kolbermoor zuständig ist.

Zu Ihnen:

a) Sie können sich - wie Sie nun mehrfach gezeigt haben - offensichtlich einfach nicht vorstellen, dass es 99% der Menschen einfach nicht interessiert, alle bahntechnischen Details zu verstehen, geschweige denn all die Fachbegriffe inkl. Abkürzungen zu lernen. Was Sie hier vorführen ist klassisches Herrschaftswissen Gebaren ("Ich weiss was und kenne mich aus, Ihr nicht!") und das auch noch in derbem Ton.

Die allermeisten Menschen wollen einfach nur verstehen, was das geschah oder mit sinnvoller Wahrscheinlichkeit geschehen sein könnte. Vielen reicht es sogar, einschätzen zu können, ob sie wieder mal belogen und verarscht wurden. *Das* ist die relevante Leistung, die hier zu erbringen war.

b) Mit Verlaub, aber anscheinend haben Sie herzlich wenig Ahnung von *moderner* Bahnsicherheitstechnik = analoge und digitale Elektronik. Macht nix, vielleicht arbeiten Sie bei der Bahn und wissen alles, was man dort lernt und wissen muss und das passt dann schon.

Nur: Bei solchen Geschichten geht es um ganz andere Bereiche, um das, was Bahnern (zurecht) als sozusagen verbotene dunkle Zone eingebläut wird. Das erfahren Sie z.B. das für den Bahnbetrieb erforderliche über eine PZB90 und fertig. Das merkt man bei Ihnen auch. Ein Signal (mit weiss-root-weiss am Mast!) zu ignorieren? Nie und nimmer! Nur mit ausdrücklicher Erlaubnis, z.B. Zs. So hat mans Euch eingebleut und so tickt ihr - und das ist gut so und Millionen Fahrgäste sind dankbar drum.

Allerdings wird ein Geheimdienst Einsatzplaner/leiter, der einen Anschlag plant, wohl kaum bei FdL anfragen, doch bitte mal auf alle Regeln zu scheissen. Er wird, schätze ich, nicht einmal versuchen, einen FdL zu erpressen; das Risiko, dass der stur lieber draufgeht als sowas zu machen, ist einfach zu groß (abgesehen davon vermeidet man in der Branche den Faktor Mensch sowieso gern, jedenfalls an kritischen Punkten).

Diese Leute, ganz ähnlich wie Hacker übrigens, sehen sowas mit ganz anderen Augen. Die sind darauf gedrillt, Schwachstellen zu finden - und von großen konzernen mit Gremien und Staat entwickelte Digitaltechnik ist da etwas wie eine sehr vielversprechende Einladung.

c) Was bitte haben Sie hier konkret beigetragen? Gar nichts, nur besserwisserisches Genöle inkl. Abkürzungen.

Hier geht es aber nicht darum, wer den längsten Bahnerschwanz hat, sondern darum, den 99% zumindest weitgehend Ahnungslosen die Umstände so zu erklären, dass sie sie verstehen und sich ein Bild machen können.

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AQ47

Ich habe keinen Bock, Rechthaberspielchen mitzuspielen.

Lassen wir www.Mangfalltal-Bahn.de sprechen: "Kaum einem Fahrgast... ist bekannt, dass die erste Eisenbahn nicht den direkten Weg über Grafing ... erste Bahnverbindung Münchens mit Rosenheim ...Holzkirchen durch das Mangfalltal in Betrieb genommen."
"Heute ... Münchner Verkehrs- und Tarifverbund ... Abschnitt von Holzkirchen...l nach Rosenheim ... wichtige Regionalstrecke zwischen den Ballungsräumen München und Rosenheim und eine unentbehrliche Umleitungsstrecke für den Fernverkehr."

So ziemlich alles an Aufwand und Erneuerung hinter Holzkirchen wurde maßgeblich wegen der Bedeutung als wichtige Ausweich/Umleitungsstrecke betrieben. In den 70ern z.B. auch die (damals) moderne Stellwerkstechnik und auch schon die Elektrifizierung. Ist alles nachlesbar.

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2016-03-31 в 19:38 

Ossy
@russophilus hören Sie doch auf mit Ihren Halbwissen im Bahnbereich und im Bereich der Eisenbahnsicherungstechnik.
Fakt ist doch, der Fdl Bad Aibling hat das Ersatzsignal bedient und damit kann der Zug mit max Geschwindigkeit fahren. Ein Ersatzsignal ersetz nun einmal einen schriftlichen Befehl.
Und wissen Sie, wie oft pro Tag in D ein Ersatzsignal bedient wird.
Und das heißt nicht *moderner* Bahnsicherheitstechnik sondern korrekt Eisenbahnsicherungstechnik. Meinen Sie hier ETCS oder das schon etwas ältere ESTW

Ich sage immer Schuster bleibe bei deinen Leisten. Sie haben in vielen Bereich einen guten Überblick, aber von der Wirklichkeit beim Eisenbahnbetrieb haben null Ahnung. Und wenn Sie schon vom Bahnbetrieb schreiben, dann nutzen Sie auch die gängigen Begriffe.

Und für alle Laien:
Der Fdl hat die Möglichkeit mit der Bedienung des Ersatzsignales die Weiterfahrt des M79505 zu ermöglichen. Das der Fdl das Blocksignal 313 nicht auf Fahrt stellen kann, weil ja der Gleisabschnitt durch den Zug M79506 belegt ist, spielt für diese Bedienung technisch gesehen keine Rolle. Das der Fdl dabei einige betriebliche Vorschriften außer Kraft gesetzt hat steht auf einen anderen Blatt.

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2016-03-31 в 19:48 

tuc_tuc

Mein Fazit: Wenn einer (oder ein Dienst) über die Abläufe und Technik und Steuerung richtig Bescheid weiß,
kann er von aussen Schaden anrichten (und die Manipulation auch noch tarnen).

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2016-03-31 в 21:13 

Ossy

Welchen Teil von "Dies ist kein Bahner-Forum und es geht hier um verständlich machen und nicht um Fachausdruck-Masturbation" verstehen Sie nicht?

Und schwätzen Sie nicht so halbschlau. So, so, *Fakt* ist also, dass der Abschnitt durch Ersatzsignal freigegeben wurde. Aha.

Also, bis jetzt ist das kein Fakt, sondern lediglich die offizielle Darstellung - und selbst das nur vorläufig.

Auch übersehen Sie zum wiederholten Mal, dass die Frage hier *nicht* ist, was bahnbetriebstechnisch möglich oder angebracht ist, sondern was *wirklich* geschah. Hierzu gibt es, aus welchem Grund auch immer, nach wie vor keine klaren und verbindlichen (geschweige denn bewiesenen) Angaben.

Da Sie so grob sind, werde ich auch mal deutlich: Sie merken es (natürlich) nicht, aber Sie führen gerade eindrucksvoll vor, warum Sie nicht LKA Ermittler oder Geheimdienstler sind (sondern eher Bahn-Schaffner). Sie können den ganzen Bahnkram runterbeten - aber das war's dann auch. Dass jemand mal einen ganz anderen Ansatz hat, können Sie sich offensichtlich einfach nicht vorstellen. Tatsächlich können Sie sich ja offenkundig nicht mal vorstellen, dass es richtige vollwertige Menschen gibt, die all die Bahn-Eigentümlichkeiten gar nicht bis ins Detail wissen oder verstehen *wollen* sondern einfach nur wissen wollen, ob sie mal wieder verarscht werden.

Und natürlich kommen Sie mir zu moderneren digitalen Systemen auch wieder mit Bahnerjargon, verstehen aber nicht im Mindesten die wirkliche inhaltliche Problematik. Dabei habe ich es doch sogar angedeutet ("PZB90"). Das System brauchte schon mehrfach "updates" wegen teilweise erheblicher Schwächen u.a. und hauptsächlich in der Software. Was meine Kompetenz angeht, kann ich Ihnen mitteilen, dass ich schon in den frühen 90ern bei einem Vorgänger der Bahn Systel als externer Berater eingeladen war, um an einer Lösung für die sehr problematische heterogene IT Infrastruktur mitzuarbeiten; hierzu wurde uns damals eigens ein Bürotrakt in einem Bahn Institut in Mainz eingerichtet. Auch später gab es immer wieder mal berufliche Berührungen mit Bahntechnik, insbesondere im Bereich IT Sicherheit. Das bedeutet auch, dass ich ziemlich gute Kenntnisse die tatsächliche Sicherheit der entsprechenden Systeme betreffend habe. Vor allem weiss ich, dass das gängige Bahnerblabla zu Sicherheit zum einen den Kern verfehlt und zum anderen lediglich artig wiederkäut, was die auf Schulungen lernen. Für den betrieblichen Alltag ist das völlig ausreichend und angemessen. Für eine Fragestellung wie die aber, ob und wenn ja wie man solche Systeme manipulieren kann, fehlt Ihnen schlicht jedwede Kompetenz.

Also haben Sie doch die Güte, mich nicht bei meiner Bemühung, die Situation ganz normalen Menschen verständlich rüberzubringen, nicht mit Ihrem "ich weiss alles besser" zu stören.

Und noch etwas: Sie haben *nichts*, aber auch gar nichts beigetragen bisher. Sie haben lediglich die offizielle Darstellung mit Fachjargon aufgepeppt wiedergekäut und als "Fakt" verkauft.
Dies hier ist mein blog, nicht Ihres und Sie dürfen hier gerne mitdiskutieren und mich auch gerne auf eventuelle Fehler aufmerksam machen. Was Sie aber nicht dürfen ist, mich (oder andere) hier arrogant und unverschämt anzugehen. Prägen Sie sich das gefälligst ein.

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2016-03-31 в 23:52 

Ich lese nicht nur gerne hier und drüben - sondern es kommen - aus meiner Sicht - sogar von beiden Seiten des Ufers die niveauvollsten Aussagen zu Situationen unserer Zeit.

Dennoch:

Inzwischen bin ich mehr als überzeugt davon, dass wir nicht mehr stehen bleiben dürfen bei Analysen.

Mir sagte mal vor vielen Jahren ein Klassenkamerad, ich sei leider nicht intelligent genug, um alles bis auf den Grund verstehen zu können, aber zu klug, um mit allem, was um mich herum vorgeht, glücklich leben zu können. (Sinngemäß.)

Dem habe ich erstmal weitestgehend zugestimmt. Es ist ja auch schon ein paar Jahre her.

Inzwischen aber empfinde ich es etwas anders. Ich habe Kanäle der Wahrnehmung, die anderen offenbar nicht zur Verfügung zu stehen scheinen.

Weder habe ich fundierte Geschichtskenntnisse - noch sonstiges außergewöhnliches Wissen.

Aber ich weiß - und das weiß ich wirklich - wie glückliches Leben sich anfühlen kann und muss.

Und ich bin sicher, dass wir JETZT an einem Punkt angelangt sind, wo es darauf ankommen wird, die Weichen für unsere Zukunft zu stellen. Und die Weichen stellen wir nicht, indem wir das alte System "ankriddeln", sondern, indem wir einen neuen Weg aufzeigen!

Wir dürfen nicht stehen bleiben bei Analysen - wir müssen weitergehen, dahingehend, uns mit einer anderen - für uns selber positiven Zukunft zu beschäftigen.

Klar gibt es immer noch Menschen, die solcherlei Analysen brauchen, um zum Verstehen geführt werden zu können. Aber wir sind inzwischen - gefühlt - mehr als die kritische Masse für eine grundlegende Veränderung. Insofern müssen wir uns auch mit positiven Zukunftsmodellen beschäftigen - und dies fehlt mir hier etwas!

Orissa

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Wunschgemäß Namen eingefügt - Russophilus

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2016-04-01 в 00:17 

hab meinen Text ca. 10 mal versucht hier reinzustellen, ohne Erfolg. Der VS überwacht mich, insofern sag ich nur: Sie sind in meinen Augen ein guter Deutscher mit einer analytischen Gabe und Weitblick wie es nur wenigen vergönnt ist. Wenn ich meine Verfolger abgeschüttelt habe, werde ich mich melden. Ich hatte was zur Debatte beizutragen, was den BRD Knechten nicht passt. Gruß.

URL
2016-04-01 в 00:22 

ORISSA

Keinesfalls habe ich so ein fundiertes und bewundernswertes Wissen wie Russophilus - dennoch habe ich gefühlt, dass bzgl. des Zugunglücks "Bad Aiblingen" etwas falsch war.

Was hilft es aber? Selbst wenn wir es beweisen könnten?

Viel Zeit scheint uns nicht mehr zu bleiben für eine Kehrtwende - ohne übelste Blutopfer!

Und es geht ja nicht nur um Bad Aiblingen, sondern letztlich um alles, was um uns herum zu geschehen scheint. Paris, Paris, Brüssel, ...

Ich wiederhole es nicht ohne Grund: Wir müssen jetzt dahin kommen, positive/alternative Entwicklungen für unsere Gesellschaft zu entwerfen! Solcherlei Gedanken sollten und müssen in Zukunft mehr Raum einnehmen, als die "Infragestellung des gegenwärtigen Systems".

Ich selber bin nur eine einfache Frau - aus der damaligen "Arbeitergesellschaft". Stimmt zwar nicht wirklich ganz, insofern, als ich nicht einfach gestrickt bin. Stimmt höchstens für mein Bildungsniveau - aber weiß Gott nicht für die Fähigkeit, richtig und falsch unterscheiden zu können - und zu spüren, wo eine Gesellschaft in den Sündenpfuhl eintritt. Und leider sind wir hier schon mitten drin!

Und dies meine ich noch nicht mal religiös!

Ich möchte Euch von Herzen bitten, jetzt nicht mehr weiter rückwärts und analysierend zu schauen, sondern hier etwas zu vermitteln, was Herz einer neuen Entwicklung unserer Gesellschaft werden könnte. Ich alleine bin ein Tropfen im Ozean - wir zusammen könnten die Welle sein, die "das Übel dieser Welt" hinwegspült. (Und dies ist nicht unbedingt theologisch gemeint!)

URL
2016-04-01 в 00:24 

Orissa

Ich denke, beides wird gebraucht.

Entwürfe für ein neues System interessieren mich nicht mehr, weil es sie gibt. Früher hätte ich gesagt "Kommunismus ohne Religionsablehnung und dafür mit begrenzten marktwirtschaftlichen Elementen". Heute ist das nicht mehr nötig: Die Antwort gibt Russland. Das Modell wäre nur geringfügig anzupassen für deutsche Verhältnisse.

Daher konzentriere ich mich aufs andere Problem, darauf, den Leuten die Augen zu öffnen, sie aufzuwecken und ihnen dabei zu helfen, das was um sie herum vorgeht besser zu verstehen und auch mal deutlich zu bemerken, dass und wie sie verarscht werden.

URL
2016-04-01 в 01:19 

ORISSA

Der Tod ist in Anbetracht eines Widerstandes wahrscheinlich nicht so sehr unser Problem, sondern die Schmerzen, die uns auf dem Weg in den Tod zugefügt werden. Siehe Odessa: Wer möchte sich schon gerne vorstellen, bei lebendigem Leibe verbrennen zu müssen?

Und? Gab es einen Aufschrei diesbezüglich in der Welt? Nein!

Die Opfer verbrannten bei lebendigem Leibe - und kaum jemanden in dieser westlichen sog. "humanitären" Welt hat es interessiert!

Das ist unsere Welt heute!

Aber wir dürfen nicht darauf beharren, aufzudecken! So grauenhaft das Aufzudeckende ist!

Wir müssen jetzt einfach einen Schritt weiter gehen: Die Menschen zu sensibilisieren dafür, was sie sich ersehnen!

Kein einziges Todesopfer können wir ungeschehen machen - aber wir können bewirken, dass Menschen sich danach sehnen, mit der Natur und mit einer göttlichen Schöpfung im Einklang zu leben.

URL
2016-04-01 в 01:37 

@Russophilus

Fühlen Sie sich bitte von mir nicht "angekrittel" - niemals wäre das von mir so gemeint gewesen.

Unbestritten ist das "Augen-Öffnen" eine der wichtigsten Aktivitäten dieser Zeit. Und insofern schätze ich Sie und Frau Henn sehr!

Nichts desto trotz halte ich es inzwischen darüber hinaus für überaus wichtig, das sich jetzt in unserer Gesellschaft Menschen formieren, die eine neue Idee von "Gesellschaft" entwickeln. Sozusagen als neue Elite der Gesellschaft.

Wir brauchen wieder ein positives Gesellschaftskonzept, auf das Menschen hinstreben können.

URL
2016-04-01 в 01:39 

Ach, Mist, schon wieder vergessen, "Orissa" als Namen zu setzen! Sorry

URL
2016-04-01 в 01:45 

Tamas

design ist hier auf einmal anders. Weisser hintergrund , schwarze und blaue schrift und erst unter dem chapter die russisch-sprachigen menü teile.
Ist das jetzt nur bei mir ,oder hat das noch jemand?

URL
2016-04-01 в 02:05 

Hab ich auch schon gehabt. Spinnt wohl manchmal, die software.

URL
2016-04-01 в 08:04 

Russophilus,

was war oder ist der Zweck des Anschlags gewesen? Sollte Seehofer eingeschüchtert werden? Die Schwachstelle war und ist nach wie vor der FdL. Was ist aus ihm geworden? Er hat Familie, die können nicht so einfach verschwinden.
Peter Pan

URL
2016-04-01 в 08:04 

russophilus, stelle einen Gedankenfehler ihrerseit richti. Ist zwar unwichtig, aber doch.

""Im Ergebnis wäre die effektive energetisch wirksame Aufprallgeschwindigkeit bei vielleicht 20 oder 30 km/h gelegen statt bei annähernd 200 km/h. ""

100 plus 100 ist zwar 200, aber nicht, wenn zwei Zuege oder sonsitgen Objekte sich mit dieser Geschwindigkeit naehern und zusammenstossen.
Da bleibt an energetischen Aufprallgeschwindigkeit nur 100 uebrig.

Moho

URL
2016-04-01 в 08:21 

Ossy
Um einen Anschlag bei der Bahn ausführen, gibt es ganz andere Möglichkeiten, für einen Eingriff ins System. Und nicht nur der Fdl von Bad Aibling muss mit Geld überzeugt werden, um diesen Anschlag zu vertuschen, sondern ein Personenkreis
von Minimum 20 Personen (Nachbar Fdl, Kollegen vom Fdl, Signaltechniker, Eisenbahn Bundesamt, Notfallmanager, Unfalluntersuchung usw) . Und damit wird das Risiko so etwas aufzudecken, wesentlich größer.

URL
2016-04-01 в 11:46 

@Ossy

Da Sie sich so auskennen. Wie wäre denn ein realistisches Minutenprotokoll seitens des FDL?
Welcher Anlass, welche Handlungen sind dabei am denkbarsten?

Robert

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2016-04-01 в 13:20 

@Robert Meine Informationen zum tatsächlichen Ablauf sind noch zu gering. Vor allen in Hinblick auf den Zug aus Richtung Bad Aibling.
Wir haben hier zwischen Bad Aibling und Kolbermoor eine Blockteilung, aber auf einer eingleisigen Strecke.
Wenn man das Minutenprotokoll von russophilus zugrunde legt, hätte er auch keine reguläre Ausfahrt in Kolbermoor stellen können, da sich der Zug aus Richtung Bad Aibling sich schon im Abschnitt Bad Aibling - Bad Aibling Kurpark befand.

URL
2016-04-01 в 15:10 

Peter Pan

Gute Frage. Allerdings werden wir da noch eine ganze Weile auf Spekulation angewiesen sein. Ein Warnschuss an Seehofer wäre eine Möglichkeit, zumal wesentliche Teile des für den Großraum vitalen S-Bahn Systems mit 60'er Stellwerken ausgerüstet sind (Daumen mal Pi. Ich habe die nicht einzeln nachgeschaut).

Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten und jedenfalls ich tippe nicht auf die Seehofer Variante. Ein Beispiel: Dichtmachen der Bahnverbindung Österreich-Bayern, falls die "flüchtlings" Ströme nicht aufhören. Die diktatura braucht dafür nämlich funktionierende Infrastruktur; wird der Transport zum Lotto-Spiel, dann verändert das das Spielfeld ganz erheblich.

Eine weitere Möglichkeit wäre die, dass gewisse Leute Österreich und Bayern wissen lassen wollten, dass eine engere Anbindung nicht erwünscht ist. Man bedenke: Seehofer vertrauen mehr AfD Wähler als der AfD Spitze selbst! Ich beschrieb ja bereits in anderen Artikeln und Kommentaren, dass ich mittelfristig geopolitische Veränderungen auch in deutschland für durchaus wahrscheinlich halte. Dabei würde ein FPÖ geführtes Österreich zusammen mit Bayern (als Kern. Vermutlich noch mehr) eine hochwahrscheinliche Konstellation sein - allerdings auch eine, die der ami/brit-orientierten Fraktion extrem missfallen würde (u.a. wegen der wirtschaftlichen Kraft).

URL
2016-04-01 в 15:36 

Moho

Jein. Ich sprach von der energetischen Wirkung, nicht der Geschwindigkeit per se. Wenn zwei Objekte mit jeweils 100 km/h kollidieren, dann wirkt dabei die Energie von 200 km/h auf sie ein. Man könnte nun meinen, das sei durch 2 zu teilen, weil es ja 2 Objekte sind, aber das ist aus mehreren Gründen nicht so. Bedenken Sie auch, dass einer der Züge 6 Wägen hatte, der andere nur 3. Die Masseverhältnisse dabei sind bei ungefähr 175 zu 100 t. Das Ganze noch in einer Kurve, also nicht sauber symmetrisch.
Nur am Rande: Der Aufkletterschutz, der auf geraden Strecken so nützlich (und lebensrettend ist) erweist sich in Kurven als hässlich. Andererseits muss man natürlich fragen, ob ein "Flug" in die Mangfall wirklich besser für die Passagiere gewesen wäre...

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Ossy

Ich schrieb ja, dass ein Geheimdienst wohl sehr stark bestrebt wäre, den FdL aus der Gleichung zu nehmen. Sie führen einige schwerwiegende Gründe an.
Ich verfolgte diese Abzweigung dennoch gedanklich, vor allem, weil eben die (de faktio) ami nsa Station ganz in der Nähe ist. Damit wäre es durchaus nicht unwahrscheinlich, dass es Verknüpfungen auf der menschlichen Ebene gibt. Auch machte mich misstrauisch, dass man so gar keine Namen herausgab.

Aber dennoch, da haben Sie recht, insgesamt hielt ich diesen Erklärungsansatz für sehr unwahrscheinlich. Was es vielleicht gab, war ein gewisser Einblick in die örtlichen Eigenheiten aufgrund persönlicher Bekanntschaft, Erpressung, etc.

Was das Aufdecken angeht, so soll dieses ja nicht grundsätzlich verhindert werden. Ganz im Gegenteil; so verrückt es klingt, aber Geheimdienst Postkarten brauchen sogar meist eine gewisse Aufdeckung zur Übermittlung der Botschaft.
Der Grund, der gegen die Annahme eines (warum auch immer) mitspielenden FdL spricht, ist über die allgemeine Abneigung von Diensten hinaus, Dritte operativ relevant zu involvieren, dass a) so einiges protokolliert/aufgezeichnet wird, dass sie gesamte Operation mit diesem 1 stehen oder fallen würde und dass FdL meist ein ziemlich stabiles Weltbild in Sachen Bahn haben. Einen FdL zu sowas zu bewegen ist mit sehr beträchtlichen Schwierigkeiten verbunden.

Mal z.B. nächtens in eine Lok zu kommen und da an der Elektronik zu spielen ist dagegen recht einfach. Und besser noch: Sowas hat eine Zeitzünderfunktionalität eingebaut, da diese Systeme ja an ziemlich genaue Zeitgeber angeschlossen sind und praktisch jeder Computer jede Menge Routinen mit zeitlichem Bezug abarbeitet.

So ergibt sich das von mir vermutete Szenario als "optimal". Man kommt leicht an die Lok, man kann die Manipulationen Tage oder Wochen vorher vornehmen, man kann sie kaum nachweisen, man braucht keinen Menschen an entscheidender Stelle. Und, wichtig: man kann das beliebig wiederholen. Ich kann notfalls neben jeden FdL einen Polizisten stellen und auch neben jeden Lokführer, aber zu ermitteln *wie* diese Manipulation gemacht wurde ist sehr schwer und vielleicht sogar unmöglich, jedenfalls in angemessener Zeit und selbst, wenn ich es herausfinde, brauche ich Monate, um die Systeme bundesweit umzurüsten.

Übrigens, das nur am Rande habe ich Gründe nicht auf die amis zu tippen sondern eher auf eine französische Geheimdienst Fraktion.

URL
2016-04-01 в 15:56 

Ossy (vermute ich)

Jein. Ja, das hat mir auch Kopfzerbrechen gemacht. Und nein, weil es nur eine quantitative Frage der Zeit ist (wir reden da von 2 Minuten mehr).

Der entscheidende Punkt ist, dass Kolbermoor im Abschnitt des B.A. FdL liegt. Rosenheim meldet zwar die Abfahrt aber die Ankunft in Kolbermoor liegt schon beim FdL in B.A. Ich habe das nicht überprüft, aber ich gehe davon aus, dass zumindest die plus-minus regulären Züge nicht mehr menschen-fernmündlich gemeldet werden.
Wenn, was ich nicht weiss aber vermute (und wenn's anders ist, dann wäre das eine Schwierigkeit aber keine unüberwindliche) die Ankunftsmeldung wie auch eventuelle Verspätungsmeldungen automatisiert erledigt werden, dann konnten die Täter da recht bequem eingreifen und manipulieren.
Eine Verspätung von 10, 15 Minuten dürfte zwar recht ungewöhnlich sein für den gerade erst aus Rosenheim abgefahrenen Zug (wo er einen Aufenthalt = Puffer von ca 15 min. hatte) aber es gibt ja nur 2 Möglichkeiten, denn gekracht hat's ja nun mal; das ist Fakt.

Entweder glaubte der FdL wirklich und ernsthaft (z.B. wegen einer Meldung wie 'Zug mindestens 10 min aufgehalten durch Fremdkörper auf Strecke RO - Kolbermoor'), der Abschnitt sei min. 6 - 7 Min. frei und handelte aus seiner Sicht korrekt. Oder aber er selbst ist tatsächlich schuldig und mindestens erheblich mit verwickelt.
Letzteres glaube ich nicht, u.a. deshalb, weil dann der ganze weitere Verlauf nicht passt. In so einem Fall würde man den Mann den medien zum Fraß vorwerfen, sein Gesicht quer durchs Land veröffentlichen und ein riesiges und sehr öffentliches Gerichtsverfahren aufziehen und vermutlich auch irgendeine Frace durchziehen wie z.B. dass sämtliche Fahrleiter künftig alle 3 Jahre psychologisch gecheckt werden (Botschaft: "Keine Sorge, Volk, das war ein Einzelfall und wird nie wieder vorkommen").

Auch macht mich stutzig, dass es neuerdings eine Mode zu geben scheint, dass Leute, denen viele Menschenleben anvertraut sind, diese Menschenleben aus undurchsichtigen seltsamen Gründen einfach wegschmeissen. Das passt nicht und stinkt gewaltig. Der normale Mensch mordet nicht und massenmorden tut er erst recht nicht. Und Piloten, Lokführer, FdL haben nicht umsonst seit Jahrzehnten eine Berufskultur der Verantwortung und Korrektheit vorgeführt.
Ein Psycho Pilot oder FdL mag allerhand tun, aber ich behaupte, dass er nicht mal eben sämtliche Passagiere killt, weil seine Frau fremdgeht oder er drogensüchtig geworden ist. So ticken diese leute nicht - die diktatura allerdings schon.

URL
2016-04-01 в 21:12 

Da die Frage nach Minuten Protokollen aufkam habe ich hier mal den offiziellen Verlauf und den realistischen protokolliert (aus Simulationen). Die Züge habe ich kurz mit "505" für den aus Bad Aibling kommenden M79505 und mit "506" für den Gegenzug aus Kolbermoor bezeichnet.

Zuerst der offizielle. Grundannahmen: 505 hat 4 min. Verspätung. Gerechnet ab Bad Aibling-Kurpark (km 28,6) und Kolbermoor (km 33,0). Geschwindigkeit 100 km/h. Simulationstakt 10 s.

505: 06:44:00, km 28.60 -- 506: 06:45:00, km 33.00
505: 06:44:10, km 28.87 -- 506: 06:45:10, km 32.72
505: 06:44:20, km 29.15 -- 506: 06:45:20, km 32.44
505: 06:44:30, km 29.43 -- 506: 06:45:30, km 32.16
505: 06:44:40, km 29.70 -- 506: 06:45:40, km 31.89
505: 06:44:50, km 29.98 -- 506: 06:45:50, km 31.61
505: 06:45:00, km 30.26 -- 506: 06:46:00, km 31.33
505: 06:45:10, km 30.53 -- 506: 06:46:10, km 31.06
505: 06:45:20, km 30.81 -- 506: 06:46:20, km 30.78
*** Crash bei ca. km 30.80***

Man beachte: Der Ort des Crashs kommt in etwa hin. Die ca. 500m Differenz lassen sich durch geringfügige Zeit oder Geschwindigkeitsabweichungen gut erklären. ABER: Achtet auf die Zeit - die Züge treffen räumlich zwar aufeinander, aber der 505 ist noch gar nicht da; er müsste einen Zeitsprung machen, damit die offizielle Darstellung funktionieren kann.

Kein Wunder; wenn man da mit den Angaben trickst, dann muss ein von beidem falsch sein, entweder Zeit oder Ort.

Man kann auch die Zeitachse sauber halten, dann ergibt sich:

505: 06:45:00, km 30.26 -- 506: 06:45:00, km 33.00
505: 06:45:10, km 30.53 -- 506: 06:45:10, km 32.72
505: 06:45:20, km 30.81 -- 506: 06:45:20, km 32.44
505: 06:45:30, km 31.09 -- 506: 06:45:30, km 32.16
505: 06:45:40, km 31.36 -- 506: 06:45:40, km 31.89
505: 06:45:50, km 31.64 -- 506: 06:45:50, km 31.61
*** Crash bei ca. km 31.63***

Nun passt es zeitlich, aber der Ort des Crashs ändert sich und liegt nun auf einem gut überschaubaren geraden Abschnitt in etwa auf Höhe einer Fußgängerbrücke.

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Nun die zurückgerechnete Version, die die Frage beantwortet "Wann müsste der 505 denn losgefahren sein, damit alles passt?"

Zeit: 06:46:40 -- Ort 505: km 30.30 - 506: km 30.30
Zeit: 06:46:30 -- Ort 505: km 30.02 - 506: km 30.57
Zeit: 06:46:20 -- Ort 505: km 29.74 - 506: km 30.85
Zeit: 06:46:10 -- Ort 505: km 29.46 - 506: km 31.13
Zeit: 06:46:00 -- Ort 505: km 29.19 - 506: km 31.40
Zeit: 06:45:50 -- Ort 505: km 28.91 - 506: km 31.68
Zeit: 06:45:40 -- Ort 505: km 28.63 - 506: km 31.96
Zeit: 06:45:30 -- Ort 505: km 28.36 - 506: km 32.23
*** Start von 505 in BA-Kp (km 28.60) um 06:45:30 Uhr ***
Zeit: 06:45:20 -- Ort 505: km 28.36 - 506: km 32.51
Zeit: 06:45:10 -- Ort 505: km 28.36 - 506: km 32.79
Zeit: 06:45:00 -- Ort 505: km 28.36 - 506: km 33.07
*** Start von 506 in Km (km 33.00) um 06:45:00 Uhr ***

Es zeigt sich, dass das für den 506 zu den gängigen Angaben passt. Abfahrt fahrplanmäßig um 6:45, Crash bei km 30.3 wie es in der offiziellen Version dargestellt ist.
Allerdings: Der 505 fährt um 1,5 min später aus, nicht mit 4, sondern mit 5,5 min Verspätung, vor allem aber *nachdem* der 506 schon in dem Abschnitt ist.

URL
2016-04-01 в 23:32 

Ossy
Welche Geschwindigkeit haben Sie zugrunde gelegt?

URL
2016-04-02 в 03:41 

Ossy

Wie ich schrieb: 100 km/h.

Und: a) das entspricht den vorhandenen Angaben und passt jedenfalls genau zum 506, b) bei anderen Geschwindigkeiten ändern sich Unfallort und/oder Zeitpunkt.

URL
2016-04-02 в 04:27 

Bruno

Ich möchte die Anschlagtheorie gar nicht ausschließen, doch mal angenommen, es hat sich um irgendein ein technisches Versagen gehandelt, für das irgend eine Firma verantwortlich ist. Wäre es da nicht ebenso nahe liegend, die Schuld dem FDL in die Schuhe zu schieben? Bei dieser Firma ginge es vermutlich nicht nur um Millionen von Euros, sondern auch um deren Existenz. Zudem dreht es sich hier um den öffentlichen Nahverkehr, weshalb auch Politik und Ermittllungsbehörden bei der FDL-Version mitspielen würden, damit der Kunde nicht sein Vertrauen in die Bahn verliert. Mit dem Unglücksfaktor "menschliches Versagen, das in tausend Jahren einmal vorkommt" kann der Kunde leben.

URL
2016-04-02 в 07:55 

Ossy
Die 100 km/h anzusetzen ist schöne graue Theorie und hat leider mit der Wirklichkeit wenig zu tun.
Leider wissen wir bis jetzt nur welche Höchstgeschwindigkeit auf der gesamten Strecke gefahren werden kann.
Aber die Praxis sieht viel anders aus und da wir die Geschwindigkeit auf dem Streckenabschnitt nicht kennen ist das wieder
nur reine Spekulation. Jeder Triebfahrzeugführer hat ein Verzeichnis der zulässigen Geschwindigkeit. Und die Geschwindigkeit schwankt zwischen 0 und 100 km/h und kann auch richtungsabhängig unterschiedlich sein.
Es gibt sehr viele Faktoren die die Geschwindigkeit beeinflussen. Oberbau, Weichen, Neigungswechsel usw

URL
2016-04-02 в 08:28 

Ossy

Da Sie sich auskennen: Es wurde doch eine Aufprallgeschwindigkeit offiziell benannt. Bei solchen kurzen Strecken sowie der überschaubaren Streckengeographie lassen sich doch stabilere Geschwindigkeitsbereiche (Beschleinigung, Tempo halten usw.) annehmen. Dazu haben ja auch Streckenabschnitte ihre Tempovorgaben. Außerdem waren ja sehr wahrscheinlich noch zwei Lehrlinge in den Führerständen. Ebenso muss ja ein Zeitkorridor eingehalten werden, gerade bei Verspätungen. Da lassen sich doch modellhaft Geschwindigkeiten zuordnen und Fahrtzeiten ausrechnen..
Glauben Sie tatsächlich, dass in dem Fall außergewöhnliche Geschwindigkeiten vorliegen?

Robert

URL
2016-04-02 в 09:27 

@Robert
Nein, die Angaben bezweifle ich erst einmal. Sie kommen von der Presse.
Desweiteren müssen noch einige Aspekte in die Gleichung aufgenommen werden.
Der Triebfahrzeugführer kann die Geschwindigkeit unterschreiten, aber beim überschreiten wird es wider problematisch.
Daher ist die angebrachte Modellrechnung sehr weit von der Realität enfernt.

URL
2016-04-02 в 12:26 

Ossy

Der Presse trau ich da auch nicht. Danke. Da stand übrigens auch, dass es für den FDL schon aufwendig gewesen wäre entgegen den mehrfachen Signalen und Systemblockaden die Weiterfahrt zu garantieren. Was musste er denn in Wahrheit, sozusagen nach Ihrer fachmännischen Version tun, um in den wenigen Minuten die Weiterfahrt zu ermöglichen? War das wirklich so einfach wie Sie oben mal angedeutet haben?

Robert

URL
2016-04-02 в 13:41 

@Robert
Ja, mit Ersatzsignal

URL
2016-04-02 в 14:50 

Ossy

Geht's um Rechthaberei? Auf dem Abschnitt sind keine Weichen, keine Elektrifizierung, usw. Das zwei leicht Ein/Ausfahrtskurven bei den Haltepunkten/Bahnhöfen, die Kurve ungefähr in der Mitte, wo's gekracht hat und hauptsächlich zwei fast kerzengerade lange Stücke. Die HG ist mKn 120 km/h.

Desweiteren, da brauchen wir gar nicht fachsimpeln, bestätigt mich die Realität. Laut Fahrplan werden für diesen Abschnitt 3- 4 Min. gebraucht. Dies entspricht einer rechnerischen Durchschnittsgeschwindigkeit von ca 80 km/h. Dazu noch Anfahren bzw Verlangsamen bei den Bahnhöfen/Haltepunkten und wir sind bei ca. 100 km/h.

Aber OK, ich habe es gutwillig auch mal mit 80 km/ durchgerechnet.
Erst mal von rekonstruierend von hintern:

Start von 505 in BA-Kp (km 28.60) um 06:45:20 Uhr
Start von 506 in Km (km 33.00) um 06:44:30 Uhr

Ergebnis: 505 fährt um 10 Sekunden früher los, aber immer noch mit (fast) 5,5 statt 4 Min Verspätung. 506 fährt *deutlich zu früh* los. Unrealistisch.
Es ändert sich nichts wesentliches, ausser dass der Crash weniger heftig ist.

Und nun zeitkorrigiert von vorne. Annahme wieder Abfahrt 505 um 6:44 wie allgemein dargestellt ("4 Min Verspätung") und 506 6:45 (fahrplanmäßig). Geschwindigkeit diesmal 80 km/h:

505: 06:45:40, km 32.47 -- 506: 06:45:40, km 32.11
*** Crash bei ca. km 32.29

Der Crashpunkt liegt nun etwa 2 km weiter Richtung Kolbermoor auf einem kerzengeraden Stück mit guter Sicht nicht mehr weit vom Bahnhof Kolbermeer entfernt.

Kurz, das passt absolut nicht.

Das Problem dabei ist folgendes: Ob Sie einen Zug mit 80 oder mit 100 fahren lässt spielt eine nur geringe Rolle (1,33 km/Min vs. 1,66 km/Min). Entscheidend ist das Verhältnis B.A. Kurpark - Crashpunkt zu Kolbermoor - Crashpunkt und dieses liegt bei 1,7: 2,7, d.h. der 506 müsste ungefähr 160 km/h fahren, wo der 505 100 km/h fährt, um das auszugleichen, *wenn* die beiden zur *gleichen* Zeit abfahren.
Tun sie aber nicht. Laut offiziellen Angaben fuhr der 505 um 6:44, also eine Minute *vor* den 506 ab und hatte also ca. 1,5 km Vorsprung.

Mit anderen Worten: Die offizielle Darstellung *kann* nicht stimmen, Neigungen, Gleisoberbau und sonstiges hin oder her. Denn dann wäre der 505 schon fast am Crashpunkt gewesen, als der 506 gerade erst mal los fuhr.

Konkret: Es ist 6.:45. Der 506 fährt gerade los. Der Crashpunkt liegt in 2,7 km Entfernung. Der 505 aber ist um 6:44 losgefahren und ist bereits bei km 29,9 (bei 80 km/h) bzw bei km 30,25 - also ganz kurz vor dem Crashpunkt.

Um den Vorsprung des 505 auszugleichen, der ja 1 Min. früher abfährt und nur wenig mehr als die halbe Distanz des 506 zum Crashpunkt zurücklegen muss, müssten Sie den 505 auf 40 km/h begrenzen und den 506 mit ca. 110 fahren lassen. Rechnerisch.
Praktisch aber macht das keinen Sinn, denn der 505 würde in einen freien Abschnitt einfahren und es gäbe keinen Grund, ihn mit Zs1 plus 40 km/h Begrenzung fahren zu lassen. Wenn schon, dann müsste der FdL das mit dem 506 gemacht haben, denn dieser fuhr offiziellen Angaben zufolge *nach* dem 505 in den Abschnitt; *er* der 506 hätte mit Ersatzsignal einfahren und evtl auf 40 km/h begrenzt sein müssen.

Wir waren alle nicht dort. Vielleicht war es ganz anders. Aber anhand der wenigen verfügbaren Fakten und offiziellen Angaben *kann* die offizielle Version nicht stimmen. Nicht mit 100 km/h, nicht mit 80 und auch nicht mit 20. Die offizielle Version bricht jedenfalls, a) am Vorsprung des 505 und b) am Verhältnis 1,7 km zu 2,7 km. Zudem hätte der Crash 300 m westlich oder 300 m östlich gar nicht oder ganz erheblich weniger schwer stattgefunden, weil beide Teilstücke gerade sind und gute Sicht bieten.

URL
2016-04-02 в 15:03 

Ossy

So, es reicht. Ich mache mir hier einen ziemlichen Aufwand, betreibe Recherchen, rechne alles durch, lasse mich sogar auf Ihre Bedenken ein ...

und Sie behaupten einfach immer wieder kackdreist einfach mal und kleben halstarrig am Ersatzsignal (dessen Einsatz nach wie vor nicht mal erwiesen ist!).
Wenn Ihnen nicht passt, was ich als höchstwahrscheinliches und realistisches Szenario anbiete, OK, aber dann setzen Sie gefälligst Greifbares dagegen.
Also, wie erklären Sie, dass der 505 offizieller Darstellung zufolge bereits fast am Crashpunkt sein musste, als der 506 gerade mal losfuhr? Hat der 505 300 m vorm Crashpunkt gewartet auf den 506 und dann volle Kanne beschleunigt für einen hübschen Crash, oder wie?
Und warum soll der 505 mit Ersatzsignal in eine freie Strecke eingefahren sein?

Ich bin Ihre dämliche Bahner Besserwisserei leid. 1,7 km vs. 2,7 km ist ein Fakt. 6:44 vs 6:45 ist (angeblich) ein Fakt. Die dort gefahrenen Geschwindigkeiten sind Fakten. Unter einer gewissen Geschwindigkeit ist die Strecke nicht fahrplanmäßig zu machen; auch müssen 20 oder 30 Sekunden Halt kalkuliert werden.

Daran kommt man nicht vorbei mit "Vatti sacht euch, der iss auf Zs1 gefahn! Unn Vatti weiss dass"

Oder, um es mal deutlich zu fragen, verfolgen Sie hier gewisse vorgegebene Interessen? Das würde Ihre sinnlosen aber beharrlichen Einwürfe in der Tat erklären.

URL
2016-04-02 в 16:46 

Ossy

Nur ein? (1?) Ersatzsignal? Das klingt für Deutschland haarsträubend. Und ist nmA nicht zu glauben. Damit sagen Sie, dass Bayern eine niedrigere Bahnsicherheit hat als die unbefahrenen Nebenstrecken von Tunesien....Wozu dann überhaupt Sicherungstechnik.
Bei Ihrer dünnen Nano-Argumentation sind Sie scheinbar ein Troll. Aber Hut ab, Sie haben sich ehrlich gestellt.
11 Tote sind im übrigen nichts worüber man einen Spaß machen sollte.

Robert

URL
2016-04-02 в 17:04 

Robert

Da tun Sie ihm (und der Bahn) Unrecht. 1 Ersatzsignal pro Hauptsignal ist völlig ausreichend und beileibe nicht alle Eisenbahnen weltweit treiben diesen Aufwand.

Auch würden weitere Signale auf einer eingleisigen Strecke wenig bringen.

Bahnen ticken seit langem in Abschnitten, die jeweils abgesichert sind. Auch darf man den durchaus beträchtlichen Aufwand mit Zusatztechnik, wie diverser Gleiskörper Sensorik (wie z.B. Achszähler) nicht übersehen. Das ist schon ein rundum ordentlich durchdachtes und sehr bewährtes Konzept.

Die zwei wesentlichen Schwachpunkte sind mMn:

- Das alles basiert in einer veralteten Denke, in der der einzige "Feind" der unaufmerksame Eisenbahner ist. Heute aber - und daran erinnert der Anschlag in Bad Aibling brutal - jede Menge anderer Feinde, die nie wirklich berücksichtigt wurden.

- Gerade die digitale Modernisierung riskiert erheblich mehr Probleme als Lösungen zu bringen.

Wir *wissen*, dass wir kaum auch nur das nötige Instrumentarium haben, um wirklich zuverlässige digitale Systeme zu konstruieren, Obendrein ist der ohnehin schon extrem verfettete und unüberschaubare Wasserkopf durch die eu nochmals gigantisch gewachsen. Vieles im Bereich moderner eu-ropäischer Eisenbahnsicherheit ist Mist zwischen Makulatur und PR.

Obendrein ist so ziemlich alles bunt verstreut und nicht hinreichend harmonisiert und koordiniert.

Aber an der Lichtsignaltechnik gibts nur wenig zu meckern, ausser a) die superschnellen Züge (und deren Bremswege etc.) überfordern die alte Technik (was aber auf 80% - 90%der Strecken kaum eine Rolle spielt, z.B. auf der, um die es hier geht) und b) die beleuchtungstechnik als solche könnte man modernisiert werden. So wäre es heute z.B. absolut kein Problem mit (sehr zuverlässiger und simpler) Elektronik und LEDs Lichtsignal-Technik zu haben, die trotz des Ausfall eines nennenswerten Teils der Leuchtmittel noch funktioniert und die obendrein selbständig mitteilen kann, wenn eine bestimmte Schwelle an kaputten LEDs überschritten ist.

Übrigens wäre das auch die sehr bewährte und kostengünstige russische Herangehensweise, also, bewährte und gute Systeme nur in sensibel und wohlbedacht in Kleinigkeiten zu modernisieren.

URL
2016-04-02 в 18:00 

Russophilus

Danke für Ihre ausführliche Antwort. Ich bezog mich auf einen Artikel eines Bahner's aus den Medien (Mangfall24.de oder Welt.de: kein Blog oder Artikel-Kommentar: habe ihn irgendwo abgespeichert) indem von einer Kette von Bestätigungen die Rede war, wo auch stand das pro Abschnitt bei Rot immer wieder freigeschaltet wird, und "das es nicht so einfach ist". Das "eine" Freischaltung bei einem Irrtum alles sein soll, würde ja Irrtümer-Unfälle viel wahrscheinlicher machen. Faktisch ist das für mich aber der erste solche größere Unfall.
Liegts hier also an der Kürze der (Haupt)Zwischenstrecke? ..

Ossy

Falls ich Sie besseren Wissens fälschlich als Troll bezeichnet hab - Sorry!
Ihre minimale Argumentation hat daran allerdings keinen unerheblichen Anteil.


Es braucht also ein stichfestes Minutenprotokoll mit wahrscheinlichen Gechwindigkeiten und eine Situation in der der FDL fälschlicherweise eine Freischaltung vornahm. Und den Grund seines unüblichen Versehens.
Und das hätten uns die Medien ja mit wenig Aufwand liefern können. Die ehrliche und strafmindernde Aussage des FDL wenn er es denn wirklich war, hätte gereicht. Zumal es laut Ossy sehr wahrschwinlich Zeugen im Raum gab.
Bei Germanwings gab es das sogar - wenn auch als nützliches Narrativ.

Robert

-------------------------------
Wunschgemäß zweiten Adressaten eingefügt - Russophilus

URL
2016-04-02 в 19:01 

Robert

Ich glaube, Sie bewerten die bahner-Aussage falsch (ist durchaus üblich für nicht-Bahner).

Man muss sich so eine Bahnstrecke wie ein (möglichst) ausgewogenes System vorstellen, durch das Züge geschickt werden. Dabei gibt es wesentliche Einflussgrößen wie Geschwindigkeit und Frequenz der Züge sowie die Länge der Abschnitte. In aller Regel ist Letztere historisch gewachsen und gegeben durch den Abstand der Orte/Haltepunkte.

Die Strecke z.B. um die es hier geht, gibt es seit weit über 100 Jahren und lange Zeit reichten sehr wenige Züge pro Woche.

Das, die Streckenlänge ist zusammen mit der Geschwindigkeit (die früher z.B. bei 35, 40 km/h lag) der erste Parameter, nämlich: Auf einer 40 km langen Strecke kann ich mit 1 einzigen Zug einen Takt von 3 Stunden fahren wenn ich 30 Min. Aufenthalt an beiden Enden unterstelle (der früher auch aus technischen Gründen gebraucht wurde, z.B. Kohle nachladen). Bereits das, ein 3 Stunden Takt, ist bei weitem zu viel für so eine Strecke gewesen.

Daraus ergibt sich so allerlei, z.B. dass eine 1-gleisige Strecke völlig reicht, aber auch dass ich keine Signale brauche ausser vielleicht an wichtigeren Haltepunkten/Bahnhöfen. Das, was nötig war an Signalisierung leisteten damals Menschen, z.B. Schrankenwärter.

Später, als der Verkehr sich verdichtete konnte man entweder ausbauen, also typischerweise erst mal Ausweich/Kreuzungsstellen einbauen oder Signaltechnik einführen oder zweigleisig ausbauen. Das muss man wie ein Tick-Tack sehen; man kann entweder mehr Gleise bauen oder man kann die vorhandenen durch Signalaufwand besser auslasten. Der typische Verlauf ist, erst mal an eingleisigen Haltepunkten ein 2. Gleis zu legen und Signale aufzustellen. Die teuerste Maßnahme von allen, durchgängige Zweigleisigkeit versucht man möglichst zu vermeiden.

Nun springen wir mal ins heute.

Mit Zügen, die z.B. 80 km/h (Durchschnitt) fahren und 15 Min. Aufenhalt an den Endbahnhöfen haben, kann man schon eine Taktzeit von 90 Min. erreichen. Mit einem zweiten Zug kann man locker einen 1 Std. Takt hinkriegen.
Im Grunde ist das nichts weiter als die uralte eingleisige Situation mit ein paar mehrgleisigen Bahnhöfen und ansonsten heutzutage schnellere Züge.

Man darf sich da nicht durch modernes Design beirren lassen. Im Grunde ist das noch immer weitgehend die uralte Strecke, as der nur immer mehr herausgeholt werden kann (und muss).
Bei einem durchschnittlichen Abstand der Haltepunkte von 3 - 5 km gibt es auch einfach keine 'langen' Abschnitte, die zu unterteilen oder mit Kreuzungsstellen auszustatten Sinn machen würde.

Das war und ist nach wie vor das Basissystem. Als einzige nennenswerte Veränderung kam dazu, dass man, bedingt durch immer engere Vernetzung, Taktung und Schnellebigkeit heutzutage auch eine engere Plananbindung braucht. Während z.B. früher ein Umsteigeaufenthalt von 45 Min. in Rosenheim quasi nichts war, gilt das heute als unzumutbar. *Hierdurch* - und nicht durch die Strecke als solche - ergeben sich "Notwendigkeiten", die z.B. zu schwachsinniger Reihenfolge wie in B.A. und Kolbermoor führen, woraus wiederum Druck auf die FdL entsteht.

Konkret: Der 506 aus Rosenheim dürfte nahezu immer pünktlich sein, zumal er obendrein in Kolbermoor 5 Min. Aufenthalt hat. Der 505 wiederum dürfte ziemlich häufig Verspätung haben. Eigentlich wäre es also sinnvoller, die Kreuzung in Bad Aibling zu machen und den 5 Min Puffer auch dort zu machen. Aber das geht hochwahrscheinlich aus Gründen des Gesamtfahrplans nicht und so entsteht die Problematik.

Zurück zu den Signalen. Einen ca. 4,5 km Abschnitt (und sonst nichts Wesentlichem auf der Strecke) mit je einem (Haupt)signal abzusichern ist absolut angemessen; alles andere, z.B. eine Kreuzungsstelle, wäre völliger overkill. Diese beiden Signale wiederum mit Ersatzsignalen auszustatten ist üblicher deutscher Standard, ordentlich und ausreichend.

Auch ist zu bedenken, dass ein FdL, wenn er nicht gerade nigelnagelneu ist (was wir mit jeder Sicherheit in fetten Schlagzeilen erfahren hätten) "seinen" Streckenabschnitt wie seine Hosentasche kennt und in aller Regel auch nahebei wohnt.
Wenn man wirklich was meckern wollte, dann nicht am FdL oder an der Streckensicherung sondern a) an Entlassungswellen bzw. der Pervertierung der Bahn zu einem profitcenter, denn es gilt nach wie vor: Weniger Menschen (z.B. FdL) = höhere Last/Mensch. b) dass man im Grunde halbgare Pfuscherei macht, hauptsächlich auch Dank euro-Wahn.

Statt durch wohlbedachte kleine Aufwertungen (wie früher) wirklich mehr Sicherheit zu schaffen, versucht man sozusagen einen Quantensprung in digitale Systeme. Einerseits sinnreich, denn die ganze Regelproblematik von Bahnstrecken ist dem Wesen nach eine hervorragend für digitale Technik geeignete, andererseits Schwachsinn und gefährlich, weil es an allen Ecken und Enden klemmt. Das fängt mit den Prozessoren an und hört bei gar nicht geeignet ausgebildeten Software-Ingenieuren keineswegs auf.

Insgesamt ist das ein klassischer Fall von "Sieht nach nicht viel aus, stecken aber jede Menge komplexer und schwieriger Problemstellungen drin".

Ein Hauptschuldiger des Anschlags ist also jedenfalls die Büro- und vor allem eurokratie.

URL
2016-04-02 в 19:14 

Geehrter Russophilus,

Ein wirklich herzliches Dankeschön für Ihre erklärenden Worte!
Jetzt hab ichs als Nichtbahner in 2.Generation verstanden.

Robert

Ein sonniges Wochenende Ihnen und Ihrer Familie.
(Und danke für die Ausbesserung)

URL
2016-04-02 в 19:58 

HPB

Hallo Russophilus.
Meine Hochachtung für Ihre Ermittlungen und Bewertungen. Ich hatte nach den ministeriellen Aussagen über die (vermeintliche) Unfallursache die Pressemitteilungen der zuständigen Staatsanwaltschaft und des Eisenbahn-Bundesamtes durchgesehen. Vergebens.

Die Staatsanwaltschaft dürfte geflissentlich den politischen Vorgaben des Herrn Ministers folgen. Aber das Eisenbahn-Bundesamt?? Denen müsste man Dampf machen oder den Rücken stärken, dass sie trotz politischer Einflussnahme und Drohungen sauber aufklären und begutachten. Nicht auszudenken, wenn das EBA der Öffentlichkeit die Wahrheit über einen Anschlag servieren würde und die Staatsanwaltschaft gezwungen wäre, die Schuldigen zu finden.

URL
2016-04-02 в 21:05 

@Russophilis Robert hat mir eine Frage gestellt. Und diese habe ich formal richtig beantwortet.
Und nun so Ihnen: Ich habe gesagt, das mir keine Übersicht der Geschwindigkeit vorliegt auf der Strecke vorliegt. Wenn alles so einfach wäre, wie bei Ihrer Duploeisenbahn bräuchte die Bahn keine
Fachleute. Also im Bf Kolbermoor gibt es also keine Weichen und wie wird dann gekreuzt?
Nach Ihren Aussagen kann man ja die Signal überall aufstellen, muss keine Bahnübergänge beachten usw. Fahrdynamischen Berechnungen sind nur ein Zeitvertreib der Eisenbahner.

Ich schlage Sie Herrn Kefer als Supereisenbahner vor.

Noch einmal für die Laien: Um ein Ersatzsignal zu bedienen, muss der Fdl natürlich eine Art betriebliche Checkliste abarbeiten.

URL
2016-04-02 в 21:49 

Ossy

1) Ich habe auf alle relevanten Umstände hingewiesen.
2) Ich habe nicht gesagt, in Kolbermoor gäbe es keine Signale
3) Ich habe mit den dort zugelassenen und gängigen Geschwindigkeiten gerechnet

4) Sie haben *nichts*, nicht einen einzigen Punkt meiner Ausführungen sachlich widerlegt.
5) Sie hatten die Einladung und reichlich Gelegenheit, sich sachlich zu äussern und haben das kaum getan.

6) Sie versuchen hier schlicht, Propaganda im Sinne des Systems zu betreiben. Darüberhinaus tun Sie das beleidigend ("Duplo Eisenbahn"), unverschämt, herablassend und Fakten ignorierend getan.

Daher verweise ich Sie hiermit aus meinem blog.

URL
2016-04-02 в 21:59 

Ossy

(gelöscht - Russophilus)

URL
2016-04-02 в 22:44 

Irgendwie Komisch mit dem Ossy und seinem Ersatzsignal, vielleicht ist er wirklich ein Troll, den jeder normale Mensch zieht sämtliche Möglichkeiten in Betracht und Nicht nur eine !
Apropo eine Frage, haben diese Züge eine Blackbox , wenn ja dann müßte man ja anhand der Daten etwas auslesen können oder wird dies nicht veröffentlicht, wenn ja dann stinkt was gewaltig !

Alexander

-----------------------------------------------------------------
Wunschgemäß Namen eingefügt - Russophilus

URL
2016-04-02 в 22:52 

Alexander

Ja, die Züge haben eine black box. Der eine (kürzere) hat 1 und der andere (längere) hat 2, wovon jeweils (abhängig von der Fahrtrichtung) 1 aktiv ist. D.h. es gibt 2 aktive black boxen mit Aufzeichnungen zum Unglücksgeschehen.

URL
2016-04-02 в 23:06 

Axels Meinung

Hallo Russophilus,
vielen Dank für Ihre großartigen/aufwendigen Recherchen und die daraus mündenden Schlussfolgerungen. Ebenso bewundere ich Ihre Geduld mit dem *Kurzzeitgast* ossy. MMn war es allerdings höchste Zeit für einen Platzverweis, da von ihm *nichts* Konstruktives beigetragen, stattdessen aber das Klima vergiftet worden ist.

URL
2016-04-02 в 23:17 

Axels Meinung

Ich nahm bereits an, dass es um einen System Agenten ging, der den Auftrag hatte, mit pseudo Bahner Autorität dafür zu sorgen, dass Zweifel am offiziellen Narrativ unterdrückt werden. Der modus operandi deutet klar darauf hin. Aber mir liegt an Fairness und ich wollte, dass er wie jeder seine Chance hat, falls mich mein Eindruck trügen sollte.

Weitere Systemagenten sollten sich besser vorbereiten. Ich pflege meine Hausaufgaben ordentlich zu machen. Sonst hätte ich bei meinen nicht mehr so wenigen Artikeln schon lange weit daneben geschossen wie so mancher andere.

Wenn die mit solchen Methoden arbeiten, dann will ich allerdings nicht geizen und sagen, dass ich mittlerweile zu der Einschätzung gelangt bin, dass der besagte Geheimdienst der bnd selbst ist. Einiges weist darauf hin.

URL
2016-04-02 в 23:29 

Finds auch seltsam. Sämtliche Fragen wurden schon am Anfang gestellt. Aber der Herr Ossy (die Ossies, die ich kenne sind im übrigen immer äußerst auskunftfreudig - das kann also nicht gemeint sein) lässt sich alles in Mikroportionen aus der Nase ziehen, lässt sich Geschriebenes nochmals bestätigen und verwendet in der Tat dabei das negative Verpackungsprinzip. Erst unfreundlich negieren, dann Krümelinfo, dann wieder burschikose Negation. Die Wirkung ist: Etwas Negatives bleibt jedesmal hängen. Absicht? Ich hoffe nicht..
Schade nur um professionell vorhandenes Wissen.
Und nach der Checkliste wurde er ja per Minutenprotokoll schon indirekt gefragt.

Robert

URL
2016-04-02 в 23:57 

Es ist schon seltsam genug, dass sich beide Züge ausgerechnet in der Kurve trafen, Zufall oder nicht? Fakt ist, beide Züge hatten keine Chance, abzubremsen. Wenn beabsichtigt: voller Erfolg!
Wußten die Lokführer vom zeitlichen Ablauf der Züge ? Ich meine, das waren doch Profis und die hatten bestimmt die Fahrpläne auch im Kopf und müßten eigentlich wissen, das der Gegenzug um eine bestimmte Uhrzeit Plus Minus gegenfahren müßte? Fragen kann man sie ja nicht mehr !
ALexander

URL
2016-04-03 в 07:22 

Das der bnd hier und auch drüben und in anderen Bloggs rumschnüffelt ist für mich klar. Die haben ja sonst nichts besseres zu tun und müssen das Geld verpraßen und sich wichtig machen. Was für rückgratlose Arschlöcher müssen da angestellt sein. Die verkaufen die deutsche Wirtschaft und die deutschen Bürger an eine fremde Macht. Das wissen wir seit Snowden.

URL
2016-04-04 в 23:49 

ja das ist eine seltsame Geschichte, habe einen Leserbrief von mmnews gesichert vom 12.03. also 2 Tage nach dem Zug-Crash. Aussage Leserbrief : ich war gestern in Bruckmühl und traf eine Freundin, welche mit einem unverletzten Zuginsassen gesprochen hatte: Der Zug aus Holzkirchen hatte Verspätung, aber der Zug aus Kolbermoor fuhr 1 Minute VOR (!) dem Abfahrtstermin bereits ab ! ----die Strecke hat nur einen unübersichtlichen Punkt, eben der Unglücksort, wo die Sicht durch einenHügel versperrt ist.

Merkur

URL
2016-04-05 в 00:03 

Merkur

Passt. 4 Min. offizielle Verspätung und dazu Abfahrt Kolbermoor 1 Min. vorzeitig ergibt die nötige Konstellation. Entspricht plus minus 30 Sek. meiner Rechnung.

URL
2016-04-05 в 21:08 

Ossy
Können Sie die Sperre aufheben, ich hätte dazu noch ein einteressante Info.

URL
2016-04-06 в 02:12 

Ossy

Dann schreiben Sie sie halt, die Info. Wenn sie leidlich glaubwürdig ist und Sie sich halbwegs benehmen, dann hebe ich die Sperre auf.

URL
2016-04-06 в 02:34 

@ossy
und? wo ist die interessante Info?????

URL
2016-04-06 в 07:45 

Ossy
Die Grundlage ist die Modellrechnung von Russophilus.
Schon für die Ausfahrt des Zuges aus dem Bf Kolbermoor musste der Fdl ein Ersatzsignal bedienen, da sich der andere Zug schon im Abschnitt Bad Aibling - Bad Aibling Kurpark befand. Diese Handlung an sich hätte erst einmal keine große Folgen.
Damit der Zug im Kurpark Richtung Kolbermoor weiterfährt, muss der Fdl schon wieder das Ersatzsignal (Blocksignal 313) bedienen (innerhalb kurzer Zeitspannne).
Der Fdl macht innerhalb kurzer zeit so viele Fehler, obwohl er ständig auf diese Ersatzhandlungen vorbereitet wird.
Auch die Aussage zum Notruf, passt eigentlich nicht zu den verwendeten Telefonen.

Zusatz: Wenn man sich einmal die Bearbeitungszeit von Unfällen anschaut, können teilweise mehrere Jahre vergehen, bis zum Abschlussergebnis.

Bei einer eingleisigen Strecke wird durch die Einfahrt eines Zug die Strecke belegt und ist erst einmal für alle anderen Zugfahrten gesperrt.

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Namen ausgebessert. Haben Sie die Güte meinen Namen korrekt zu schreiben - Russophilus

URL
2016-04-06 в 08:06 

Ossy

Ja, da sprechen Sie einen richtigen Punkt an, nämlich dass bereits in Bad Aibling selbst die Ausfahrt freigegeben werden musste. Ich habe sie allerdings in meinen Berechnungen nicht berücksichtigt, weil sie nicht kritisch in dieser Hinsicht ist.

Von der Annahme ausgehend, dass der 505 4 Min. Verspätung hatte, wäre die Abfahrt in B.A. um 6:42 gewesen, also - genau wie in B.A. Kurpark - zu einem Zeitpunkt, als der 506 bereits in Kolbermoor stand. Auch hätte notfalls noch die Möglichkeit bestanden, den 505 zurück nach B.A. zu schicken (wo ein mehrgleisiger Bahnhof ist). Zugleich bestand die Möglichkeit, den noch nicht ausgefahrenen 506 in Kolbermoor zu halten; dieser hätte dann etwa 3 Min. Verspätung gehabt, aber es wäre kein Unglück geschehen.

Der Fokus muss also jedenfalls darauf liegen, dass der FdL (jedenfalls nach der offiziellen Darstellung) beide Züge - in jeweils unterschiedlicher Richtung - in den eingleisigen Abschnitt B.A.-Kurpark - Kolbermoor einfahren ließ. Dass bereits die Freigabe in B.A. selbst fragwürdig war, ist richtig aber bei weitem weniger relevant und zudem auf mehrere Weisen korrigierbar.

Gleich wie, Fahrlässigkeit oder menschliches Versagen war es nicht. Es muss mit Absicht geschehen sein, sei es seitens des FdLs (Was ich nicht glaube) oder seitens Dritter.

URL
2016-04-06 в 09:33 

Ossy

@Russophilus bitte korrigieren Sie Ihre Aussage.

Der M 79597 muss nach Ihrer Modellrechnung als Erster in die Strecke eingefahren sein (regulär, Bedienung Hauptsignal)
Belegung Strecke Bad Aibling - Kolbermoor
Der M 79596 kann nur durch Bedienung des Ersatzsignales die Strecke Kolbermoor - Bad Aibling befahren.

Zugnummern von bahn.de

Eine Besonderheit hat diese eingleisige Strecke durch die Blocksignale. In eine Richtung können mehrere Züge Abschnittweise fahren.

URL
2016-04-06 в 09:58 

Ossy
@ALexander: Der Fdl agiert ja nie allein und es gibt immer Gespräche zwischen Fdl und Triebfahrzeugführer.
Natürlich weis auch der Triebfahrzeugführer das die Kreuzung in Kolbermoor stattfindet. Sollte die Kreuzung verlegt werden, wird auch der Triebfahrzeugführer
informiert. Denn er muss ja seine Fahrgäste über die neuen Anschlussmöglichkeiten informieren.

Ob eine Kreuzung verlegt wird, entscheidet nicht der Fdl sondern die Betriebsleitzentrale.

URL
2016-04-06 в 10:17 

Ossy

Laut dem maßgeblichen Fahrplan des Betreibers sind die von mir angegebenen Zugnummern richtig. Übrigens geben auch offizielle Informationen die Zugnummern so an. Ich frage mich, warum Sie nun Verwirrung stiften mit anderen Zugnummern.

Was die Reihenfolge angeht, so müssen wir weiterhin spekulieren. Beide Varianten sind möglich, wenn auch die Variante 505 (aus B.A.-Kurpark) fährt als Erster in den Abschnitt ein die wahrscheinlichere ist.

Ihre Anmerkung zu Blocksignalen ist hier irrelevant. Zum einen geht es nur um die beiden Züge (und keine weiteren), zum anderen ist das, was Sie sagen Theorie. In der Praxis muss das Stellwerk das hergeben und es müssen mindestens weitere Abschnittssensoren/Balisen vorhanden sein. Was aber auch egal ist, weil es nur um diese beiden Züge geht. Auch diesbezüglich frage ich mich, welches Interesse Sie mit der Einführung weiterer - hier irrelevanter - Faktoren verfolgen, die nichts zur Aufklärung beitragen können und Verwirrung stiften.

Ich verwarne Sie (wie in "dunkelorange Karte"). Die Maßgabe für die 2. Chance war Ihre Ankündigung einer interessanten Info. Tatsächlich aber haben Sie keine *relevante* neue Information beigetragen sondern eher Verwirrung gestiftet. Ich werde keine weiteren Aktionen im Sinne von Verdunklung oder Behinderung der Aufklärung dulden,

URL
2016-04-06 в 14:50 

Ossy wacht auf nachdem eine präzise Minuteninfo bekannt wurde....
Ossy bittet um eine Korrektur...
Ossy schafft es nicht eine vollständige eigene fiktive Version zu liefern, dabei er nutzt die Bahnersprache...
Ossy redet von Widersprüchen.

Es gibt sicher strukturiertere Bahner als Ossy

Gruß eines Passanten

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Russophilus

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