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04:45 

Eine Komödie für Kolonialherden vor dem Krieg

(und eine Antwort auf Pilgers Text zum brexit)

Was Pilger schreibt ist klug beobachtet, kenntnisreich und angebracht, deutlich ausgesprochen zu werden - aber auch gesagt von einem, der selbst im Netz zappelt.

Damit will ich Pilger keinesfalls Schlechtes unterstellen! Ich meine damit, dass auch er im weiten und trickreichen Gespinst der Lügen gefangen wurde; an demokratie zu glauben oder sie gar zu ersehnen kann die Sicht stark trüben, wenn es auch häufig charakterlich für den Menschen spricht.

Wohlgemerkt, auch ich kann noch keine vollständige und tragfähige, geschweige denn sicher richtige Einschätzung anbieten; dazu ist es noch zu frisch und zu (teils bewusst aufgeblasen) großflächig. Aber ich kann besichert sagen, dass es nicht um demokratie oder einen Sieg des Volkes geht.

Erste Einschätzungen kurz nachdem das Ergebnis bekannt wurde, habe ich http://vineyardsaker.de/analyse/vernichtungskrieg-kein-kommentar/#comment-146878 und etwas später mit einem eher militärischen Schwerpunkt http://vineyardsaker.de/analyse/vernichtungskrieg-kein-kommentar/#comment-147002 geschrieben.


Warum bin ich so sicher, dass es nicht um einen Sieg der demokratie oder des Volkes geht?

  1. Die Volksabstimmung ist (wie bisher ziemlich alle in der eu) nicht verbindlich.
  2. cameron hat den ersten rechtlich relevanten Schritt für ungefähr Oktober angekündigt. Solange nicht einmal dieser erste Schritt getan ist, gibt es keinen Brexit sondern nur eine Mehrheit, die so abgestimmt hat und eine Menge weitestegehend nahezu sicher künstlicher und von den medien professionell geschürter Aufregung.
  3. Dieselben eu-politiker, die monatelang auf die briten einredeten und das durchaus auch mit Einschüchterung und Panikmache, um Himmels Willen in der eu zu bleiben, fordern nun einen *unverzüglichen* Austritt englands.

Betrachten wir doch mal einen entscheidenden Punkt, die Frage nämlich, warum in der eu Jahrzehnte lang reihenweise Volksabstimmungen komplett ignoriert wurden und die politiker gröbstens gegen den gerade erst ausdrücklich erklärten Volkswillen handelten - und nun plötzlich eine nicht nur mit Riesengetöse angekündigt und durchgeführt wurde, sondern auch - obwohl mit einem Ergebnis gegen den Willen der politiker - alsogleich als unbedingt umzusetzender Wille des Volkes dargestellt wird.

Denn das unterscheidet die brexit Abstimmung entscheidend von all den anderen Volksabstimmungen in der eu.

Dass eine Mehrheit der Bürger die eu oder zumindest Grundpfeiler von deren Struktur und politik ablehnt, die schon ganze Länder nach unten gerissen und ganze Branchen und Regionen verkrüppelt hat, ist beileibe nicht einmalig oder neu.
Neu und bemerkenswert ist allerdings, dass politiker - und zwar pro-eu politiker - ein anti-eu Referendum nicht zu nicht zu verhindern versuchen, sondern es sogar selbst herbeiführten und dass sie das durchaus nicht unerwartete anti-eu Ergebnis dann nicht ignorieren sondern es mit großen hehren Reden (z.B. cameron) als unbedingt umzusetzenden Willen des Volkes verkünden.

Fragt einen Magier. So ziemlich jeder wird euch sagen, dass der entscheidende Punkt nicht die Geschicklichkeit der Hände ist, sondern die Verfügung über die Aufmerksamkeit des Publikums. Wer es versteht, die Aufmerksamkeit des Publikums hierhin oder dorthin zu lenken, der kann dann auch Tiger oder Frauen herbeizaubern oder verschwinden lassen.

Alle, alle, alle reden und diskutieren und verkünden wichtig, wichtig und reisen hin und her und, und, und - Das alles dient zwei Zwecken:
  1. die Aufmerksamkeit der eu-ropäischen Bevölkerung zu bannen, um hinter den Kulissen in Ruhe agieren zu können.
  2. das Märchen von demokratie und Volkes Wille, das durch die polit Machenschaften kaum noch Vertrauen genießt, mal aufzufrischen und wieder im Volk zu verankern.

Nur: Es war doch ein Aberglaube! All die Volksabstimmungen liefen ja nur deshalb so gegen die eu, weil die das vor Jahrzehnten laut verkündete Märchen des "Europa für Menschen" als blanke Verarsche erzählten und wieder und wieder und wieder dagegen verstießen und auf die Menschen schissen.

Damit sind wir an einem entscheidenden Punkt: Welches Mittel wählt die polit-Mafia in der durch ihr Handeln so schlimmen Lage? Sie erzählt einfach nochmal die Lügen von vor 25, 30 Jahren!

Ich weise wohlgemerkt nicht deshalb darauf hin, um zu zeigen wie unverschämt die sind. Nein, ich weise darauf hin, weil es etwas Erschreckendes belegt: Sie haben keine Alternative. Das einzige Mittel, das sie haben, ist es, einfach nochmal zu wiederholen, was damals schon mal gut geklappt und Hunderte Millionen Menschen in den eu Pferch getrieben hat.

Gibt es weitere Anhaltspunkte oder Belege für diese These? Aber ja! Gerade dieser Tage "fordern" reihenweise politiker "ein europa für Menschen" und "ein eu-ropa mit souveränen Nationalstaaten". Na sowas!
Was sie allerdings wohlweislich nicht sagen ist, warum man ihnen diesmal glauben sollte, nachdem wir ja nun schmerzhaft gelernt haben, was nach den damaligen Versprechungen aus dem eu Märchen wurde.

Das ist der eine Teil des brexit, das eine Problem, das damit gelöst werden sollte.

Keiner glaubt den polit-Gangstern noch, viele Regionen liegen in Trümmern, Abermillionen, vor allem auch junge Menschen, haben nicht nur keine Arbeit sondern auch keine Aussicht auf eine, usw. Und nebenbei haben sie uns in die bedrohliche Nähe zu einem globalen Atomkrieg gebracht.
Das alles allerdings ist nicht deren Problem. Deren Problem ist nur die Fragestellung "Das Vieh ist arg unruhig geworden. Wie kriegen wir wieder Ruhe in den Stall?". Nun kennen wir die geradezu peinlich simple und dreiste Antwort: Sie erzählen uns das Märchen einfach nochmal.

Weil es wichtig ist: Es geht *nicht* darum, die eu irgendwie besser zu machen oder die elenden Schweinereien wenigstens mal übergangsweise einzustellen! Es geht ausschließlich darum, ein Schauspiel zu veranstalten, das so gewaltig ist, dass wir ihnen die Lügen wieder glauben.

Hätten sich juncker, schulz, tusk, merkel, holland und Komplizen einfach so mal hingestellt und gesagt "eu-ropa darf kein despotischer Koloss sein und wir müssen drauf achten, dass es den Bürgern gut geht", dann hätten die Leute gegähnt und lieber auf dsds oder dschungelcamp umgeschaltet, weil sie so offensichtliche Lügen nicht mehr glauben.
brexit dient (u.a.) dazu, eine Bühne zu schaffen, auf der sie ihre Lügen mit einer gewissen Aussicht auf Erfolg erzählen können. Nun, nach dem brexit Theater, glauben sehr viele Bürger, dass demokratie ja anscheinend doch funktioniert und es also Sinn macht, sich politisch zu engagieren (natürlich auf einer von den polit-Verbrechern kontrollierten Bühne) und an ein zumindest passables eu-ropa zu glauben.

Womit wir auch beim anderen Problem wären, um das es dabei ging: Die usa und die nähere Zukunft.

Es kann gar kein Zweifel bestehen. Das brexit Ergebnis war noch warm, da meldete sich schon die usa. Man verzeihe england und bleibe weiter eng verbündet, etc. bla bla und, wichtiger, die usa werde eine entscheidende Rolle als Vermittler zwischen england und eu-ropa spielen und auch die Verhandlungen dazu moderieren.
Wollen wir morgen auch den japanischen Premier dazu einladen? Oder warum nicht auch den König des Uga-Uga Atolls im Pazifik?

Anders ausgedrückt: Die usa haben umgehend ihre hässliche Fratze als die eigentlich entscheidende hinter der ganzen brexit Schmierenkomödie gezeigt und auch gleich klar gemacht, wer wirklich das Sagen hat und um wessen Interessen es geht. Kurz, der Brexit war eine vom Kolonialherren beauftragte Show und die eingesetzten Kolonie-Verwaltungen führen sie artig auf Interessant, aber auch erschreckend, ist die nun zunehmend eingeführte Schiene, die eu müsse nun angesichts des brexit - warum auch immer - stärker mit der nato "kooperieren", sprich, (auch offiziell) eins werden. Das ist keineswegs einfach polit-Sprech für die Erhöhung des Verteidigungs-Budgets. Da geht es um erheblich mehr.

Interessanterweise zeichnet sich dazu allerdings auch ein Gegenlager ab. Während die besonders willfährigen Kolonialschergen in berlin und warschau den nato Forderungen wohl nicht abgeneigt sind, werden nun auch (ernaut) Stimmen laut, eu-ropa brauche seine eigene starke Armee. Das wird natürlich weicher gezeichnet, aber dahinter steht klar eine Gruppe, die sich von dem bedingungslosen Kolonial- und nato-Diktat lösen und Europa wieder selbständiger will.
Ebenfalls interessant ist die - auch in diesem Punkt - zunehmend erkennbare Verwerfung innerhalb der deutschen Regierungskoalition, konkret zwischen cdu/csu und spd, allerdings durchaus auch immerhalb der parteien selbst.

Der Druck ist ja auch beträchtlich. Der eben-noch-Hegemon usa sitzt auf einem finanz-Blasen Vulkan, der jeden Moment ausbrechen und die usa zerstören kann und gleich wie, für die eu-ropäer gibt es nicht zu gewinnen und nur zu verlieren. Während eine killary clinton die "Lösung" eher in einer noch offeneren Konfrontation Russlands und mithin einem potentiellen Atomkrieg suchen dürfte, würden eine gemäßigtere Linie der usa ihr Heil darin suchen, eu-ropa noch brutaler auszuplündern.
Auf der anderen Seite stehen Russland, das viele im westen sträflich unterschätzen und China, von dem sogar die weniger Hellen unter den politikern begriffen haben, dass die wirtschaftliche Zukunft dort liegt und nicht in den usa.

Was wiederum die dritte vom brexit in Wirklichkeit addressierte Problemstellung, insbesondere die der amis ist. Gleich welchen Weg die amis gehen, eines ist aus ihrer Sicht klar: Sie brauchen dazu ein willfähriges, gehorsames eu-ropa, das sie fest im Griff haben und ausplündern oder auch, je nach Bedarf und Laune, in Brand stecken können.

Ich sagte es schonmal: Das Beste, was unserem Land geschehen könnte, wäre ein alsbaldiges Ableben von merkel und den Schlimmeren in ihrer Verbrecherbande.

Vergesst die 63% Arbeiter etc. Die waren nur Staffage fürs Schmierenstück.

@темы: deutschland, eu-ropa, usa

02:03 

Dies und Das - Spielstand

Der Auslöser für diesen Artikel waren Diskussionen zu Aussagen eines russischen Generals, die in die Richtung gingen "usa versucht Russland in einen Krieg zu ziehen".

Das habe ich recht grob als Schwachsinn bezeichnet. Warum? Weil es ja beileibe nicht so ist, dass die usa/nato einen Krieg mit Russland will, Putin aber störrisch Njet sagt. Man muss Russland nicht in einen Krieg ziehen; wenn man Krieg mit Russland will, reicht es völlig, ein Dutzend cruise missiles Richtung St. Petersburg abzufeuern und schon hat man mehr Krieg als man je wollen könnte.

Die Realität sieht anders aus und wenn man sie erkennt, dann erkennt man auch mehrere Schichten von Lügen, wie es so typisch für die anglo-ziocons ist. *Tatsache* ist, dass die nato nicht nur keine militärischen Schritte gegen Russland unternommen, sondern sogar pingelig darauf geachtet hat, eine militärische Konfrontation mit Russland zu vermeiden. Sie haben sogar z.B. vor und in Syrien Prügel eingesteckt und nicht gekämpft

Aber noch etwas ist zu erkennen: Ja, die usa will jemanden in einen Krieg zerren - eu-ropa. *Wir* sind es, die in einen Krieg gegen Russland gezerrt werden sollen - und die merkel diktatura macht eifrig mit. Die usa will das Erfolgsmodell WK2 wiederholen; eu-ropa soll einen Krieg gegen Russland führen und zum Ende hin betritt dann die usa glorreich das Schlachtfeld, feiert sich als Sieger und Friedensbringer und plündert die ermüdeten und ausgelaugten Kriegsparteien Jahrzehnte lang aus.

Und Teil 1 dieses Krieges ist bereits in vollem Gange. Denn - und das ist auch völkerrechtlich so definiert - die Sanktionen *sind* ein kriegerischer Akt und sie zielen, übrigens mehrfach unverhohlen zugegeben, darauf ab, Russland schwere Schäden zuzufügen und es so in die Unterwerfung zu treiben.

Allerdings schlug der ursprüngliche Plan fehl und so durchleben wir nun sozusagen die Reste-Version dieses Plans. Der ursprüngliche Plan war es, Russland zuerst militärisch ganz erheblich zu schwächen und dann in einem Dauerfeuer militärisch konzipierter "terroristen" Überfälle und Sanktionen in die Knie zu zwingen. Das ist keine Theorie; der Flugzeugträger und mehrere Kriegsschiffe waren bereits auf dem Weg Richtung Sewastopol, um die russische Flottenbasis dort zu übernehmen und zu einer nato-Basis zu machen, drehten aber von Russland mit Versenkung bedroht um.

Die usa wollten Krieg, aber wie üblich in einer Variante hoher eigener Überlegenheit und äusserst schmutzig und gröbstens illegal gegen einen bereits sehr geschwächten Gegner. Wobei man, das ist bemerkenswert, sich nicht traute, einen großen wirklichen Krieg zu führen. Vielmehr sollte nach einem entscheidenden überraschenden militärischen Erstschlag der Krieg sofort in einen schmutzigen (nicht herkömmlichen) überführt werden.

Den Ausgang kennen wir alle. So meinen wir jedenfalls. Nur: Die Sache war keineswegs weitgehend erledigt damit, dass Russland die nato Schiffe vertrieb und die Krim und auch ihre Flottenbasis dort rettete. Und da rede ich nicht nur von der ukraine; auch der alsbaldige Fall Syriens im Spätsommer 2014 war geplant sowie die nachfolgende Flutwelle islamistischer terroristen in den dem ursprünglichen Plan zufolge kastrierten und akut bedrohten russischen Süden.

Allerdings möchte ich heute einen anderen Aspekt beleuchten, der auch sehr wesentlich ist und in der Tat zunehmend die Entwicklung bestimmte. Ich rede von der faktischen Auflösung eines geschlossenen Landes und Systems in den usa hin zu sich heftig und zunehmend erkennbar bekämpfenden Fraktionen ("patrioten" und ziocons). Und natürlich verdient auch das aktuelle Geschehen, insbesondere dessen militärische Aspekte Aufmerksamkeit.

Als Anfang wähle ich einen weithin ungesehenen, aber extrem wichtigen Punkt: Russland hat damit begonnen, einen entschuldenden Prätext für einen evenuellen Atomschlag einzuführen.

Ich las dieser Tage einen Artikel eines namhaften russischen Militäranalysten, in dem dieser augenscheinlich einen groben Fehler machte; er beschrieb die große Gefahr für Russland, die von den aegis Installationen in rumänien (fertig und eingeweiht) und polen (geplant und beschlossen) ausgeht. Der Kernpunkt dabei war die extrem kurze Vorwarn- und Reaktionszeit für Russland, die die Wahrscheinlichkeit eines atomaren Gegenschlags extrem erhöht. Allerdings ordnete er hierbei tomahawk cruise missiles die Geschwindigkeit von ballistischen Raketen zu, was grundlegend falsch ist. tomahawks fliegen "gemütlich" mit unter Mach 1, während ballistische Raketen Geschwindigkeiten von Mach 3 bis über Mach 10 erreichen.

Dabei kommt noch ein Punkt ins Spiel, nämlich die Reichweiten der Systeme. Zwar ließen sich ballistische Kurzstreckenraketen (Mittelstreckenraketen wurden abgeschafft) auch in einem erweiterten aegis vls Startsystem in rumänien oder polen starten, allerdings sind die Reichweiten bei weitem zu niedrig, um auch nur in die Nähe von Russland zu kommen. Bei tomahawks wiederum ist zwar die Reichweite ausreichend, aber die Geschwindigkeit viel zu niedrig; dabei blieben Russland reichlich mehr als 30 Minuten Reaktionszeit (und der potentielle Schaden wäre gering aufgrund der kleinen Waffenköpfe).

Und doch beschreibt der renommierte russische Militäranalyst dieses völlig irreale und abstruse Szenario so. Wenn ich nicht davon ausgehen möchte, dass der Mann einfach ahnungslos und dumm ist, wozu ich keinen Anlass habe, dann stellt sich die Frage nach dem warum.

Einfach: Das Szenario eigent sich hervorragend als Prätext für einen nuklearen Schlag. Im günstigsten Fall vermittelt es dem Aggressor die klare Botschaft, dass man sehr hart reagieren würde und im ungünstigen Fall kann man später darauf verweisen und aufzeigen, dass man doch unmissverständlich und deutlich beschrieben hat, wie man die Aktionen des Aggressors wahrnimmt (und mithin mit welchen Reaktionen zu rechnen ist).

Inzwischen strahlt der innere Graben der usa bis in die letzten Winkel des Ex-Imperiums. In unserem Land z.B. spaltet er zunehmend die cdu, wobei merkel für die ziocons agiert und zunehmend große Teile der cdu sich dem verwehren. Aber auch die Vorgänge in türksistan sind Ausläufer dieses Zerfalls.

Abschließend möchte ich noch auf eine "Atombombe" hinweisen, über die die russische Presse erfreut berichtet, über die man aber im westen kaum einen Mucks hört: Der ASEAN Gipfel in Sochi.

Interessant: In einem kleinen Minitest im persönlichen Umfeld zeigte sich, dass kaum jemand weiss, was ASEAN überhaupt ist oder zumindest erhebliche Fehler gemacht werden (z.B. "Das ist doch eine Gruppe mit und um China" ). Nun, wenn man es erklärt, so wird erkennbarer, worum es geht: ASEAN ist eine Art Staatengruppe ungefähr à la eu - und von vergleichbarer Größe. Nämlich Daumen mal Pi all die Staaten zwischen Indien und China und bis herunter nach (aber ohne) australien (das prompt Schmutz auf Russland warf mit einer Klage wegen MH017). Die Gruppe erstreckt sich über ein riesiges Gebiet und hat etwa 600 Mio Einwohner. Darunter sind auch sehr wohlhabende Staaten wie Singapur und Brunei und das gewaltige Indonesien mit knapp einer Viertelmilliarde Einwohnern. Ganz nebenbei geht auch eine der wichtigsten Schiffahrtsrouten durch diese Region (aus der man auch die amis vertreiben wird).

Wirklich interessant aber wird es, wenn man betrachtet, was da in Sochi besprochen wurde: So ziemlich alle ASEAN Staaten wollen eine enge Zusammenarbeit - inkl. militärischer Kooperation, teilweise sogar russische Militärbasen! - mit Russland und EEU. Obendrein wollen sie haufenweise russische Waffen und russisches Öl und anderes mehr.

Die Grundlinie dabei ist eine zweifache: Zum einen drängen sich ganze Staatengruppen militärisch in Richtung Russland, was auch im Zusammenhang mit und als Gegengewicht zum tpp der usa zu sehen ist. Und zum anderen eröffnen sich große Märkte für Russland, insbesondere auch Energiemärkte.

Oder anders ausgedrückt und aus einer anderen Perspektive betrachtet: Zwei Tage vor dem Gipfel in Sochi, verkündete das eu aussen-Miststück mogherini, dass man die Anti-Russland Sanktionen verlängern wird. Sozusagen als unmittelbare Antwort darauf kann Russland nun grinsend auf ASEAN hinweisen, das ähnlich groß und wichtig ist wie eu-ropa - allerdings eine durchschnittliche Wirtschafts-Wachstumsrate von über 5% vorweisen kann (In ASEAN sind u.a. die "Tiger-Staaten" ).

Oder kurz und knackig: "Warum nur 1 Jahr weitere Sanktionen? Macht doch gleich 3 oder 5 Jahre draus, falls es euch noch solange gibt. Ach und: Wir haben keine Zeit für eure dämlichen Spielchen. Anders als ihr haben wir nämlich haufenweise Geschäfte zu machen. Und jetzt fickt euch!"

Die wunderbare Sacharova hat das zum Vergnügen der ASEAN Gipfelteilnehmer und zum leichteren Verständnis für die verblödeten eu-ropäer dann auch gleich noch als Kalinka getanzt. Gut gemacht, verehrte Frau Sacharova.


@темы: Russland, eu-ropa, usa

22:17 

Anmerkungen zu R. Ischtschenkos Artikel und zu ukro-faschistan

Der Ischtschenko Artikel ist hier zu finden -> www.politaia.org/balkanisierung/rostislav-ische...

Die Einschätzung Ischtschenkos ist nahezu deckungsgleich mit dem, was ich hier schon lange sage. Mit einem Unterschied, wobei ich da eine Schwäche bei Ischtschenkos Analyse sehe (keine Schande; perfekt ist keiner und I. gehört fraglos zu den Besten). Und zwar der Umstand, dass Ischtschenko nach wie vor von "die usa" spricht.

Dabei deutet er sogar selbst Zweifel daran an, dass "die usa" die Kontrolle behalten können. Nun: Nein, können sie nicht, denn es gibt in dem Gemenge eben noch eine weitere instabile Lage, nämlich die, dass es "die usa" so gar nicht mehr gibt. Bisher sagte ich, die usa sei aufgespalten in ein "patrioten" und ein ziocon Lager, wobei merkel ganz klar zu den ziocon-Puppen gehört. Mittlerweile deutet sich an, dass es noch ein drittes Lager geben wird, nämlich die Bürger der usa (die zunehmend drangsaliert, entrechtet und unterdrückt werden - aber eben auch sehr viele Waffen haben). Zu diesem Lager gehören übrigens in gewissem Umfang auch regionale Verwaltungen inkl. Sicherheitsorganen.
Tatsächlich gibt es sogar zwei Varianten von möglichen Entwicklungen, soweit es "we the people" betrifft: Zum einen die Variante von mehr und mehr Verweigerung bis hin zu offenen Aufständen, zum anderen (und denkbarer Weise als Fortentwicklung) das Zerbrechen des Staates usa. Immerhin gibt es bereits seit einigen Jahren teilweise sogar offene Diskussionen, ja mitunter sogar durchaus ernstgenommene Gesetzesvorschläge in Bundesstaaten zu Sezession.

Zur ukraine möchte ich noch eine Perspektive ergänzen, denn es gibt noch eine weitere Variante, die von den ziocons angeheizt wird: Die zwangsweise ganz physische Aufnahme der ukros in die eu im Sinne einer weiteren "flüchtlings" Bewegung. Dazu gleich noch mehr.

Das ist auch insofern interessant, als diese naturgemäß über Routen durch die Visegrad Staaten verliefe, also durch eben jene Staaten, die schon jetzt in Sachen "flüchtlinge" eine harte, ablehnende Linie fahren.

Ein weiterer weithin unbeachteter aber zweifellos bis in die ukraine wirkender Umstand ist die in Syrien nun eindrucksvoll vorgeführte Stärke Russlands inkl. der Tatsache, dass die usa Russland nun mehr oder weniger als gleichberechtigten Partner auf Augenhöhe akzeptieren und behandeln (wo sie es nicht tun, beziehen sie regelmäßig Prügel). Man vergesse nicht, dass weite Teile des ukrainischen Offizierscorps russisch geprägt sind und nun erst recht nicht für einen Krieg gegen Russland (und sei es indirekt) zu gewinnen sein werden.

Damit ist ein weiterer Weg versperrt.

Und nun zur entscheidenden Frage: Was wollen die diversen relevanten Machtblöcke und wie sieht die jeweilige Aufstellung aus?

- ukraine
Dazu gibt es nichts zu sagen, weil die ukraine zwar Schauplatz, nicht aber relevanter Mispieler ist. Die ukraine wird zu fressen haben, was immer man ihr vorsetzt.

- usa
Siehe auch oben. Kurzversion: Die ziocons spielen ihre Züge stets nach dem Motto der Verantwortungslosigkeit und der maximalen Schädigung/Schwächung ("Uns doch egal, welche Folgen ein Brand in der ukraine hat. Hauptsache es brennt und wenigstens ein Teil der Hitze zieht Richtung Moskau" ). Die patrioten waren seinerzeit zu sehr mit konstruktiven Ansätzen für eine Rettung der usa beschäftigt und fühlten sich zu sicher ("wir haben das pentagon" ) und sie konnten recht wenig gegen die Brandstiftung der ziocons unternehmen, zumal die Vorbereitungen hauptsächlich weit weg in deutschland durch merkel/kas betrieben wurden.
Ich denke, die "patrioten" hätten gerne Ruhe ohne Gesichtsverlust, zumal eine notdürftig wieder befriedete ukraine den Umgang mit Russland vereinfachen dürfte.

- eu-ropa
Ischtschenko übersieht zwar einiges, hat aber insofern Recht, als man in eu-ropa teils an den Sieg der amis glaubte und teils auch zu feige war, den ziocons Nein zu sagen. Man übersehe dabei aber nicht, dass die ziocons auch in eu-ropa sehr stark sind; Es ist ja keineswegs so, dass in den usa die Bösen sind und hier die Guten, die nur etwas ängstlich sind.
Ebenso ist kaum zu unterschätzen, welch massive Unterwerfung, ja Knebelung die nato mit sich gebracht hat. eu-ropa versucht ja seit Jahrzehnten, ein eigenes Militär oder Militärbündnis zu etablieren, wird dabei aber stets frühzeitig von den amis stranguliert. Im Ergebnis heisst das, dass eu-ropa de fakto kein eigenes Militär hat und mithin, wenn es hart auf hart kommt, ein machtpolitisches Leichtgewicht ist, das selbst nur wenig bewegen kann.

- Russland
Russland will, was es schon immer wollte: Einen möglichst friedlichen neutralen bis gewogenen Puffer nach Westen und eine - ja natürliche - europäische Großmacht in einer guten, gedeihlichen Nachbarschaft sein. Heute wird das aus reinem Pragmatismus ergänzt um das Bestreben, dem ami Adler die Flügel zu brechen und ihn zu einem friedlichen (oder impotenten) Federvieh zu machen.

Zweite entscheidende Frage: Wie wäre die Situation in der ukraine prinzipiell aufzulösen?

- Intern, friedlich
Scheidet aus. Die gesamte Führungsschicht dort ist bei weitem zu korrupt und die Lage bei weitem zu verfahren.

- Intern, militärisch
Scheidet weitgehend aus. Die Nazis sind zu stark und einflussreich geworden und beide, Nazis wie Militär sind zu schwach, um einen Krieg gegen den Donbas zu gewinnen. Erschwerend müssen beide fürchten, dabei vom jeweils anderen hinterrücks angegriffen zu werden. Insgesamt erscheint allen Spielern dort das am besten, was auch tatsächlich stattfindet: Kein richtiger Krieg, kein halbwegs ernstgemeinter Frieden, sondern ein ewiger Schwelbrand mit Beschuss des Donbas.

- Extern/externe Hilfe oder Einwirkung
Dies könnte durch 3 Blöcke geschehen: a) die amis, die es aber, wie Ischtschenko ganz richtig schreibt, nicht (mehr) wollen (und können). b) Die eu-ropäer, die es weder können noch wollen. c) Die Russen, die es erwiesenermaßen können, aber nicht wollen, jedenfalls nicht als nützliche dumme Ausputzer.

Womit dann auch die weitere Entwicklung in etwa abgesteckt ist (abgesehen von extremen und dummen, kurzsichtigen Manövern):

Entweder man lässt die Brühe weiter köcheln, eröffnet dann aber das zunehmende Risiko erheblicher und schmerzhafter Folgen für eu-ropa und indirekt auch die usa (Nicht für Russland. Die haben die Kenntnisse und Möglichkeiten, effizient zu agieren und das Problem umfassend im Keim zu ersticken). Ein Stichwort ist "extrem gewalttätige" flüchtlingswellen.

Eine nicht unwesentliche Anmerkung dürfte sein, dass mit der Schaffung der Nationalgarde ein sehr wirkungsvolles Instrument für allerlei Varianten geschaffen ist; angefangen von Grenzschutz bis hin zu paramilitärischer Einwirkung Richtung ukraine.

Oder aber man räumt dort auf. Da gibt es wiederum zwei Zielvarianten. a) eine Aufteilung der ukraine (wäre z.B. polen angenehm und, bedingt, der nato) oder b) eine Befriedung und Erhaltung einer Art Staat, allerdings stark "föderal".
Variante a hat einige attraktive Vorzüge, ist aber sehr teuer und aufwendig. Man wird sich wohl für Variante b entscheiden, die auch juristisch einfacher und verdaulicher ist.

Allerdings gibt es 3 große hässliche Brocken:
1) Jemand muss ziemlich hohe Kosten für einen notdürftigen Wiederaufbau aufbringen.
2) Jemand muss sich um die Entmachtung und Entsorgung der Nazis kümmern, denn die müssen auf jeden Fall weg für eine ordentliche Lösung. Das meine ich nicht nur politisch sondern auch ganz pragmatisch. Wenn dieser Bande nicht der Schädel abgeschlagen wird, wird sie beharrlich weiter nach Macht streben.
c) Jmeand muss sich militärisch engagieren.

1 dürfte ziemlich klar und kein allzu großes Problem sein. Nicht nur kann man ja ezb fake-Geld dorthin pumpen, sondern es wäre auch allemal günstiger als die Alternative. Wenn die eu politiker eins kapiert haben, dann dass die Bevölkerung ultra schlecht auf kriminelle "flüchtlinge" reagiert; da die Abzocker keinesfalls ihre Positionen und Pfründe aufs Spiel setzen wollen, werden sie recht klaglos ezb fake Geld zahlen, zumal man dann ohnehin mit Russland mehr echtes Geld verdienen kann als man an fake-geld in die ukraine pumpt.

2 will im westen sicher niemand anfassen; das Eisen ist zu heiss, nicht zuletzt, weil merkel/kas es selbst mit geschmiedet haben. Man wird sich da also auf den Donbas und Russland verlassen. Zudem hätte Russland den Vorzug, angesichts seiner Akzepanz mit nur geringer physischer Unterstützung das ukro-Militär dazu ermutigen und bestärken und darin unterstützen zu können, das weitgehend selbst zu erledigen.

3 *kann* nur Russland leisten. Und genau darum dürfte es nun wohl gerade gehen. Denn natürlich erbringt Russland diese Leistung nicht einfach mal so, natürlich räumt Russland nicht zu eigenen Kosten den Dreck weg, den die westlichen Verbrecher dort verursacht haben.

Das wirklich interessante daran ist nicht mal so sehr, was eu-ropa dafür geben und tun muss, sondern, dass dafür jedenfalls eine zumindest teilweise Abwendung von den usa unerlässlich ist.
Zum Beispiel wird eu-ropa sämtliche Sanktionen aufheben müssen und auch die Krim anerkennen müssen.
Zugleich gilt aber auch, dass die usa ukrostan sozusagen zum Test für die Frage der wirklichen Macht gemacht haben. Geht Russland da als Sieger hervor, dann haben die usa eu-ropa im wesentlichen verloren, alleine schon, weil damit ihre Nicht-Unbesiegbarkeit und ihre Impotenz erwiesen wäre.

Und noch etwas ist interessant: eu-ropa ist keineswegs mehr frei zu tun, was es will. Wie gerade eben wieder die Wahlen in Österreich gezeigt haben, gibt es nahezu eu-ropa-weit eine immense Ablehnung des eu-Molochs und Terroristen und der usa (zumindest als Hegemon) sowie einen sehr starken und noch weiter zunehmenden Rutsch nach "rechts" - wobei "rechts" hier bedeutet, a) pro Russland und b) gegen das anglozionistische volksfeindliche Verbrecherkartell nahezu aller politiker in brüssel und in nahezu allen eu-ropäischen Ländern.

eu-ropa steht also unter gewaltigem Druck, alleine schon, um seine eigenen Pfründe nicht zu verlieren.

Eine heitere Volksweisheit erzählt von einem alten und einem jungen Stier auf einem Hügel, die etwas weiter unten eine Herde Kühe bemerken. Der junge Stier sagt gleich "Lass uns hinunter rennen, die Kühe überraschen und uns jeder eine aussuchen und besteigen". Worauf der erfahrene alte Stier nach kurzem Nachdenken sagt "Nein. Lass uns ganz gemütlich hinuntergehen und alle besteigen".

Die amis und eu-ropäer waren die jungen Stiere, Russland ist ganz offensichtlich der alte.

Russland hat dem Donbas also keineswegs ignorant abverlangt, so lange so fast unerträglich stillzuhalten. Der Sieg dort sollte - und musste - nur ein Teil eines umfassenderen Sieges sein, der zugleich das Sahnehäubchen sein wird.

@темы: usa, ukraine, eu-ropa, Russland

02:54 

Gardetiger und freche ratten.

Prinzipiell ist die Nationalgarde wie z.B. die frz. gendarmerie zu sehen, also wie eine kasernierte Bundespolizei. Dabei ist aber auch zu bedenken, dass das FSB eher einer Mischung aus bka, bnd und vs entspricht als einer Polizei.

Was allerdings in der Tat interessant ist, ist der Umstand, dass die Nationalgarde direkt dem Präsidialamt untersteht. Damit ist zugleich eine wichtige politische Grundaussage getroffen, denn dem Präsidenten unterstehen klassisch das Aussen und das Verteidigungsministerium. Das bedeutet, dass die Nationalgarde - und genau so wird sie auch beschrieben - eine Art Militär im Inneren ist, einer Streitmacht zum inneren Schutz des Landes. Ihre Aufgabe ist nicht die einer typischen Polizei sondern die der Landesverteidigung im Inneren.

Aber es gibt noch ein ausgesprochen interessantes und maßgebliches Detail, das ich bisher noch nirgendwo gewürdigt sah: Viktor Zolotov, der Generalstabschef (im Ministerrang!) der Nationalgarde war von 2000 - 2013 Chef der Präsidial-Leibwache und wechselte dann ins Innenministerium, wo er als General zum Chef justamente jener Truppen wurde, aus denen sich die Nationalgarde nun rekrutiert.

So etwas geschieht nicht zufällig.

Würde Gen. Zolotov nun Chef der Nationalgarde, hätte diese aber nicht bereits ca. 2 Jahre befehligt, so würde er mindestens 1 Jahr, eher 2 benötigen, um seine Truppe, insb. das Offizierschor und deren Eigentümlichkeiten, Abläufe, Schnittstellen und spezifischen Eigenheiten wirklich ausreichend kennenzulernen. So aber kann er sozusagen morgen früh voll einsatzbereit sein.
Mit anderen Worten: Die Gründung der Nationalgarde kam zwar für (fast) alle überraschend, war aber tatsächlich schon lange vorbereitet und zwar offensichtlich mit dem Ziel, genau dann, wenn sie gebraucht wird, nicht nur auf dem Papier gegründet zu werden, sondern auch umgehend einsatz- und handlungsbereit zu sein.

Und auch zum Zeitpunkt ("warum gerade jetzt?" ) und zu einer wesentlichen Kern-Aufgabe haben wir Hinweise: Der Kreml hat darauf hingewiesen - und das ist sicher nicht zufällig der zeitliche Kontext - dass man mit einer Serie von Anschlägen im Inneren rechnet, insb. im Hinblick auf die im Herbst anstehenden Wahlen.

Gehen wir einige Jahre zurück. Putin und seinem Team war zweierlei klar: 1) Die amis würden nicht problemlos abtreten, sondern um sich und gegen Russland schlagen und 2) die amis hatten weder die Option eines atomaren noch eines konventionellen Krieges, weil die nato beides erbärmlich verlieren würde.
Womit zu rechnen war, war also zweierlei, zum einen diverse militärische und quasi militärische Aktionen im Umfeld und vermutlich sogar gegen Russland selbst, wenn auch verzweifelt und begrenzt ("Der letzte Angriff" ) und zum anderen "hybride", sprich schmutzige nicht-militärische Aktionen durch die medien, ngos etc.
Der dritte Faktor war der, dass Russland, wenn es einmal begonnen hatte, sich den amis entgegenzustellen, das konsequent durchziehen musste oder schmerzhaft zurückgeworfen würde.

Was militärische Angriffe anging, so war das Militär zuständig. Hässlicher und schwieriger allerdings würden die "hybriden" Angriffe werden, vor allem im Inneren. Die medien betreffend schuf man durch einige Umstrukturierungen einen eigenen Apparat zur Beantwortung von Angriffen, die aber weitenteils letztlich auch Angriffe von aussen sind. Wirklich hässlich würde es im Inneren werden, wo die usa nicht zuletzt aus den 90'er Jahren noch reichlich Kontakte und ganze Armeen von ratten hatte. Zugleich leidet Russland nach wie vor (u.a. eben deshalb) an Korruption. Allerdings muss diesbezüglich auch gesehen werden, dass die wesentlichste Einflussgröße diesbezüglich der westen ist; die Korruption in Russland ist nicht deshalb so stark, weil man das dort locker sieht oder weil die Menschen aus schierer Not bestechlich sind, sondern weil ein wirklicher und wirkungsvoller Kampf gegen die Korruption zugleich ein Kampf gegen den westen und all seine ratten und ngos sein muss, denn der westen ist es, der Korruption in Russland braucht, nicht zuletzt, um seine ratten, ngos und gekauften Beamten "diskret" bezahlen und die weitere Entwicklung Russland immer wieder empfindlich stören und bremsen zu können. Auch diesbezüglich gilt, dass der Kampf, einmal begonnen, konsequent bis zum Ende geführt werden muss oder aber verloren ist.

In diesem Zusammenhang und zum besseren Verständnis der Nationalgarde möchte ich nochmal einen Blick auf die Hauptperson General Zolotov werfen.
Sein Werdegang wird üblicherweise so beschrieben, dass er seit 2000 dreizehn Jahre lang Chef von Putins Leibgarde war und dann zum Innenministerium wechselte und die dortigen Truppen anführte. Aber da ist noch mehr und im westen weithin Unbekanntes. Zolotov war bereits seit den 70ern, also bereits als sehr junger Mann beim KGB, genauer bei den "Devjatki" beim 9. Direktorat. Die Aufgabe der Devjatki aber war Personen- und Objektschutz. Mit anderen Worten: Zolotov war Zeit seines Berufslebens ein Beschützer, ein bodygard. So etwas prägt; man beschützt nicht ca. 40 Jahre lang und wird dann Polizist oder Bäcker.

Damit ist auch die Grundidee und Priorität der Nationalgarde klar, zumindest für die Anfangszeit: Die Nationalgarde ist der Beschützer, der bodyguard Russlands im Inneren. Genau das macht Gen. Zolotov aus, so tickt er und so soll auch die Nationalgarde ticken.

Beschützen tut auch Polizei, mag nun mancher sagen - und insofern falsch liegen, als Polizei prinzipiell, vage und allgemein schützt, im wesentlichen dadurch, dass es sie gibt und dadurch, dass sie Verbrechen aufklärt. Ein bodyguard allerdings ist komplentär dazu; er beschützt ganz konkret. Sein Ziel ist nicht die Aufklärung von Anschlägen, sondern sie zu verhindern, koste es was es wolle. Und genau das beschreibt auch die Kernaufgabenstellung der Nationalgarde.
Das wird sogar in rechtlichen Details deutlich. So kann die Nationalgarde z.B. Leute für ein paar Stunden festnehmen, um sie dann der Polizei zu übergeben. Klartext: Die Nationalgarde ermittelt nicht und nimmt üblicherweise nicht einmal fest - die Nationalgarde verhindert Verbrechen und zwar ganz bestimmte Arten von Verbrechen.

Einen weiteren Hinweis gibt uns eine Sonderabteilung des FSB zur Bekämpfung von organisiertem Verbrechen, insbesondere im Zusammenhang mit Korruption. Auch diese Sonderabteilung wurde seinerzeit direkt dem Präsidialamt unterstellt. Der Grund, warum das so ist, weist uns auch auf zumindest einen wichtigen Faktor hin, warum die Nationalgarde dem Präsidialamt unterstellt ist: Es zeigte sich sehr bald, dass das FSB bei der Korruptionsbekämpfung immer wieder auf Konstellationen stieß, bei denen sehr hohe und höchste Funktionäre bis hin zu Duma Abgeordneten und Ministern im Hintergrund schützend Strippen zogen und das FSB ausbremsten.
Diese Sonderabteilung wurde daher direkt dem Präsidialamt unterstellt und zwar so, dass man sich nötigenfalls direkt an den Chef der Präsidialverwaltung Iwanow wenden kann. So schwachsinnig und mächtig, sich dem Kreml selbst entgegenzustellen ist niemand in Russland und der Kreml kann auch jede Türe im Land öffnen.

Doch es gibt noch eine Verbindung zwischen dieser Gruppe und der Nationalgarde. Diese Sondergruppe ist das "Gehirn", ausgezeichnete und gut ausgerüstete Ermittler und die Nationalgarde ist sozusagen die Faust, die Muskeln. Dies ist zum einen nötig und sinnvoll, weil die Sondergruppe oft genug auf Unterstützung fürs Grobe angewiesen war, nicht immer zu ihrer Zufriedenheit, so dass sie nun mit einer eigenen Faust ausgestattet wirklich unabhängig und konsequent alles Nötige tun kann. Zum anderen aber beginnt die Nationalgarde nicht bei Null, sondern sie kann auf reichlich eifrige Ermittlungsarbeit der Kollegen zurückgreifen.

So eine Kombination braucht man auch, um wirklich aufzuräumen und zwar bis in die höchsten Ränge und bei den oligarchen, die häufig sogar eigene private Armeen in Form von Sicherheitsdiensten unterhalten. Und tatsächlich gehört auch "rein zufällig" die Kontrolle und Überwachung von privaten Sicherheitsdiensten zu den Aufgaben der Nationalgarde. Aber auch so einige Skandale im Bereich der Regierungsmitglieder, zuletzt im Kulturministerium, zeigten deutlich, dass ernst gemeinte Korruptions und ratten Bekämpfung nur ausserhalb und oberhalb der Regierung aufgehängt sein kann.

Und noch ein Bereich ist wesentlich, ein zunächst eher unscheinbarer, nämlich der Objektschutz, genauer der Schutz von wichtigen oder sensiblen öffentlichen Einrichtungen.
Denkt man mal zurück an den maidan, so wird schnell erkennbar warum. Um einen Staat zu übernehmen oder wirksam in Bedrängnis zu bringen, reicht es nicht, "Bürgerproteste" anzuzetteln; diese sind sozusagen nur Heizungen zum Vorglühen; das eigentliche Ziel ist ja der Sturz und die Übernahme der Staatsführung. Dies gilt analog auch für Regionen. Kein Gemeinwesen kann seinen Aufgaben nachkommen, wenn seine Einrichtungen gestört oder gar besetzt werden. Ähnliches gilt auch z.B. für Einsatztruppen; sie sind auf Transport und Logistik angewiesen; wird das empfindlich gestört, so kommt die Maschinerie zum Stehen. Nicht zuletzt ist damit zu rechnen, dass die amis wie schon in kiew auch professionelle Mörder und Saboteure einsetzen werden; diese werden in der Nationalgarde einen sehr fähigen und entschlossenen Gegner finden, der diese terroristische Gefahr fürs Land effizient und schnell beseitigen wird.

Insgesamt zeigt sich, dass die Gründung und Einrichtung der Nationalgarde ein weiterer wichtiger Schritt in einem längeren Kampf gegen den stürzenden aber verbissen um sich schlagenden Ex-Hegemon usa ist. Dieser Schritt wurde gute zwei Jahre lang unauffällig aber ganz konkret vorbereitet und zweifellos noch deutlich früher klug geplant und ebenso klug in sehr fähige, bewährte und vertrauenswürdige Hände gelegt.

Die amis werden Russland sehr gut gerüstet und vorbereitet finden bei dem Versuch, ihre ratten zu einem verheerenden Schlag loszuschicken. Er wird scheitern, dieser Versuch, wie auch die anderen Versuche; es wird deutlich zeigen, wer in Eurasien das Sagen und die Macht hat und am Ende wird ein stärkeres und rattenfreies Russland stehen.


@темы: Russland, ratten, usa

21:58 

Der panama Misthaufen


Die Zahlen klingen beeindruckend: 2.600.000 Megabyte an Daten, 11.500.000 Dokumente, 214.000 Firmen.

Ich selbst habe noch keine Scheinfirma in Panama gegründet, aber Ex-Chefs, Partner und Klienten gründeten schon eine ganze Reihe davon. Die meiste Erfahrung diesbezüglich habe ich übrigens in einer der "großen 4" (früher mal) globalen Beraterfirmen gemacht, die allesamt weltweit vertreten sind und deren diverse Niederlassungen sehr häufig durch Kauf von oder Fusion mit lokalen Großkanzleien wie z.B. der ehemals größten deutschen Steuerberater- und Wirtschaftsprüfer Kanzlei entstanden. Die, bei der ich tätig war, war übrigens wie so ziemlich alle anderen usa gesteuert, also de fakto ein ami Konzern.

Wohlgemerkt, diese Beratergesellschaften gelten als super-seriös (na ja, zumindest bis vor einigen Jahren). Ich habe persönlich erlebt, wie Klienten eine steueroptimierte Konstruktion mit Steueroasen Gesellschaften empfohlen wurde und auch, wie alles über einen Notar und andere Länderniederlassungen geregelt wurde. Alles lief wie geschmiert und alle, Notar, Bank, usw. agierten "unbürokratisch" und auf Zuruf.

Eine nicht ganz unwesentliche Anmerkung dazu: All das war formal von A - Z legal und Gesellschaften in einer Seueroase werden aus diversen Gründen genutzt, nicht nur zu Steuerhinterziehung. Im übrigen: Es ist durchaus fraglich, ob es wirklich illegal ist, solche Steuersparmodelle zu nutzen. Immerhin ist die Partei, die das für illegal erklärt (der Staat), dieselbe die auch äusserst fragwürdig und regelmäßig lügend und betrügend Steuern festsetzt, die (für sie günstigen) Gesetze macht, Steuern verschwendet, sündteure Propaganda-Einrichtungen wie Staats-TV betreibt oder gar massiv Gelder in illegale Handlungen wie Kriege steckt.
Vor allem aber: Die Rechtshoheit eines Staates ist naturgemäß auf ihn begrenzt. Es ist also keineswegs seriös oder rechtlich sauber, wenn Staaten geradezu Jagd machen auf internationale Möglichkeiten nutzende Bürger. Auch ist festzustellen, dass z.B. westliche Staaten überhaupt kein Problem damit haben, wenn z.B. russische Geschäftsleute den russischen Staat massiv steuerlich betrügen.

Zurück zum Kernthema.

Solche "Briefkastenfirmen" erfordern einen gewissen bürokratischen Aufwand. Da müssen Standardverträge unterschrieben werden, Konten eingerichtet werden, Gebühren bezahlt werden, mehr oder weniger beglaubigte Ausweisdokumente zu den Akten gegeben werden, Gesellschafterversammlungen (weitgehend pro forma) abgehalten und Protokolle davon angerfertigt werden usw.

Sieht man sich die genannten beeindruckenden Zahlen mal an und rechnet ein bisschen, so kommt man auf Folgendes:
Pro Gesellschaft gibt es im Schnitt 54 Dokumente und die Dokumente sind im Schnitt 226 KB groß. Oder, anders gerechnet, pro Gesellschaft liegen im Schnitt knapp über 12 MB Daten vor. Das ist keineswegs viel.

Bedenkt man den oben erwähnten Wust an üblichen Formalitäten sowie den Umstand, dass die meisten Dokumente entweder als PDF angelegt, gespeichert und verschickt werden oder aber als Scan von Papierdokumenten, so stellt man fest, dass bei weitem der größte Teil der oh so gigantischen Datenmenge nichts weiter als wieder und wieder die gleichen Dokumente sind, wobei lediglich einige Bröckchen wie z.B. Namen oder andere Details sich ändern.
Zu all dem kommt, dass sich der größte Teil des Spielchens pro Jahr (oder Halbjahr oder ..., je nach Land) wiederholt. Keine Steuern zahlen zu müssen ist die eine Sache, aber die meisten Steuerparadiese wollen durchaus formal korrekt geführte Unternehmen und so fallen wieder und wieder Protokolle an, Buchhaltungsabschlüsse und Daten, Kontoauszüge, usw. usf.

Diese riesige Menge von hochredundanten Daten muss dennoch aus rechtlichen Gründen komplett abgespeichert werden, weil man jeden einzelnen Fetzen Papier jederzeit unverändert reproduzieren können muss.

Daumen mal Pi dürften etwa 95% der oh so gigantischen Menge an Daten wertloses, wieder und wieder repetiertes Material sein. Beispiel: In einem Vertrag mit 5 Seiten oder ca 20-50 KB (je nach Format) dürften um die 98% - 99% Standardtext sein, der sich in jedem der Hunderttausende Verträgen wiederholt. Allerdings werden diese Verträge aus rechtlichen Gründen nicht als .doc Datei verschickt sondern müssen ausgedruckt, unterschrieben und manchmal beglaubigt werden. Zuletzt werden sie gescannt und haben nicht mehr 20-50 KB sondern 300 oder 500 KB (Zum Vergleich: Webseiten mit 1 MB sind heutzutage absolut normal).
Verhältnis: Füllmaterial 395,5 KB redundantes Füllmaterial und 5 KB wirkliche Daten. Mal ca 200.000 Gesellschaften: Also an die 80 GB redundantes Füllmaterial und weniger als 1 GB wirkliche Daten. Und das war nur 1 Vertrag. Das ganze locker mal 20 für 3 Jahre (die meisten dieser Gesellschaften gibt es über Jahre und Jahre hinweg). Und schon haben wir ungefähr die Hälfte der oh so gigantischen 2,6 TB wobei gerade mal knapp unter 20 GB wirkliche Daten sind.

Nur mal so zur Einschätzung: Dieser Tage wurde die türkisistanische Regierung gehackt und eine Datenbank mit den Grunddaten von ca 46 Mio Türken wurden erbeutet. Größe: Ca 1,5 GB, also erheblich weniger als 1 Tausendstel der Steueroasen Daten.

Diese blabla "internationale journalisten" Gruppe führt die Leser also alleine schon die Wertigkeit und wirklichen Menge der relevanten Daten betreffend in die Irre. Von wegen OCR (automatisierte Texterkennung durch Computer). So einen Aufwand kann sich gerade mal ein Konzern wie google erlauben, aber diese Blabla Gruppe hat mit Sicherheit nicht alle eingescannten Dokumente per OCR ausgewertet, alleine schon weil das ziemlich unbezahlbar und viel zu unzuverlässig wäre. Sehr vieles von dem Material dürfte auch gefaxt worden sein und ohnehin nicht für OCR taugen (Man unterschätze nicht, wie viele noch Faxe verwenden in Firmen- und Vermögenszusammenhängen).

Die Wahrheit wird nur als scheinbar nebensächliches Detail am Rande erwähnt: Diese Anwaltskanzlei hat für jeden Klienten einen Ordner angelegt und da alles reingeschmissen. Zudem gab es wohl eine Datenbank mit dem Nötigsten, also Name des Klienten, Status, Adresse, etc. Da waren höchstens noch Klickfelder für "Dokument vorhanden" (oder nicht) und ein paar Datumsfelder usw.
Und diese Datenbank ist auch der wirkliche Schatz der "journalisten", weil die sich direkt auswerten und durchsuchen lässt. Desweiteren hat man wohl von einigen, vielleicht ein paar Tausend, Gesellschaften, die man anhand der Datenbank und der Besitzer für interessant hielt weitergehend ausgewertet. Also die Scans der Verträge angesehen, vielleicht auch Daten (Namen, Datum, etc.) extrahiert und in eine eigene Datenbank gestellt.

Aber auch der Umstand, wo das "geleakt" worden ist, wirft Fragen auf und gibt Hinweise. Wirkliches Leaken findet heute ziemlich durchgängig über Wikileaks statt (und früher auch über Cryptome u.ä.). In dieser Geschichte aber wandte sich der "Aufdecker" an eine äusserst obskure Gruppe von "journalisten", die, man staune, u.a. von der cia, soros und ähnlichem Abschaum finanziert wird und ziemlich durchgängig mit diktatura-treuen System-Lügenmedien wie der süddeutschen oder dem guardian zusammenarbeitet.

Nebenbei bemerkt: Ein wirklicher Hammer für mich war etwas anderes, nämlich dass z.B. bei der süddeutschen 3 von 5 Investigativ-"journalisten" Mitglieder der cia/soros & Komplizen "journalisten" Gruppe sind! Die anderen beiden sind vermutlich bei den transatlantikern.
Der wirkliche Skandal ist keineswegs das, was die uns als Skandal andrehen wollen, sondern dass so ziemlich die gesamte westliche "freie presse" nichts als abhängige Werkzeuge der ziocon diktatura sind!

Aber es gibt noch mehr zu diesem Stinkbrühe Feldzug zu sagen.

Zum Beispiel, dass panama seit Ewigkeiten de fakto eine ami Kolonie ist. Als die mal versuchten auszubrechen, bombten die usa sie zurück in Kolonialgehorsam.
Das ist keineswegs ein Geheimnis und ich entsinne mich noch gut an manche Scherze, die wir bei der Unternehmensberatung machten. Einer davon: Die amis, die brits und die holländer beherrschen 90% der weltweiten Steueroasen. Ein halbwegs intelligenter Klient wird unserem Rat folgen und sich gekonnt aus dem richtigen Sortiment bedienen. Wobei man schon seit vielen Jahren weiss, dass die amis am unberechenbarsten sind und man gut beraten wäre, sich von deren Steueroasen Sortiment fernzuhalten.

Da auch das Steueroasenspiel - wie praktisch alle - ein gezinktes Spielchen ist, hat so ziemlich jeder, der es ernst meint und intelligent ist, ein Konstrukt aus mehreren Lagen aus mehreren Gruppen, z.B. ein sogenanntes dutch sandwich, sowie mindestens einen Strohmann, den er unmittelbar kontrolliert. Notfalls gibt es auch noch genug Länder, in denen man für nicht allzuviel Geld einen neuen Menschen schaffen und mit Adresse und Papieren ausstatten kann; und natürlich gibt es auch Notare und Beamte, die für Geld so ziemlich alles bestätigen. Es geht also beim vorliegenden "leak" höchstens ausnahmsweise um wirklich Mächtige oder große Fische.

Nicht zuletzt geben die "leaks" eben *nicht* viel zu Russland her - dennoch wurden die Schlagzeilen teilweise sogar mit Putin-Bildern aufgemacht.
Die Logik dabei ist eine einfache und erschreckend weitgehend funktionierende: Man hämmert in die Köpfe der Leser und Zuschauer, dass man "total gaaanz viele Daten über Steueroasen hat" und man präsentiert die ganz Brühe wieder und wieder mit Bildern von und Behauptungen zu Putin. Ergebnis: Die ganzen Verblödeten, die kaum mehr als die Schlagzeile lesen und das Bild sehen, verknüpfen das zu "Putin erwischt. Es gibt massive erdrückende Beweislast".

Interessant auch, dass der "Informant" akut kriminell gehandelt hat und das niemanden der hach so anständigen "Ermittler" zu stören scheint. Die Weitergabe von vertraulichen Daten gilt gerade bei sogenannten Ehrenberuflern (Anwälte, Steuerberater, etc.) als sehr ernsthaftes Verbrechen und wer mit solcherart kriminell beschafftem Wissen einen Vorteil verschafft, der handelt auch kriminell. Anders ausgedrückt: All die "journalisten" von der süddeutschen, ard, guardian und Komplizen haben samt und sonders verachtenswert mies und zumeist sogar akut kriminell gehandelt. Wissend und planvoll (aber eine Arzthelferin, die's nett meint und dem Bruder eines Patienten sagt, dass der Krebs hat, fliegt hochkant raus und endet vor Gericht).
Es sind also weitgehend Verbrecher, teilweise (z.B. ard) sogar quasi staatliche und zwangsfinanzierte Verbrecher, die da so lärmend anklagen.

Lustig übrigens, dass Putin in dem gesamten Material tatsächlich *überhaupt nicht* auftaucht.

Also konstruiert man "Kontext", stellt ihn als besonders perfide hin, als einen, der über Mittelsleute agiert. Allerdings: Es gibt im "Umfeld" von *jedem* unsaubere oder zweifelhafte Leute; man kann sich das ja nicht aussuchen. *Jeder* hat dutzende Chefs, Kollegen, Studienkollegen, Ladenbesitzer, Kneipenwirte oder Kollegen im Sportclub gehabt, die nicht ganz sauber sind, meist ohne dass man das auch nur ahnt. Selbst wenn - was nicht mal der Fall ist - wirklich mehr oder weniger eng mit Putin verbundene Leute in dem Material auftauchen würden, würde das also rein gar nichts über Putin sagen. Aber das soll und muss es ja auch gar nicht. süddeutsche, ard, guardian und Komplizen behaupten einfach dreist und die meisten der Verblödeten glauben das dann auch ohne jeden wirklichen Beleg.

Ich persönlich glaube sogar, dass die Putin-Kiste nur eine Mischung aus Ablenkung und nebenbei Zutreten ist.

Tatsächlich geht es um etwas ganz anderes. Um was? Bei dieser Frage erhalten wir verschiedene Hinweise. Der erste sind die wesentlichen Spieler: Durch die Bank transatlantiker mit starkem Schlag Richtung Ziocons. Der nächste Hinweis ist die Quelle; sie ist eindeutig und klar unter usa Kontrolle. Der dritte Hinweis liegt in den tatsächlich Geschädigten; der wirkliche Schwerpunkt liegt da ganz klar in Europa. Russland ist ein drittrangiger Nebenschauplatz und die usa ist auch nur in der zweiten Reihe (wie erstaunlich, dass amis sich nicht selbst als Übeltäter outen ...).
Besonders stutzig machte mich der Umstand, dass da "patrioten" und zicons in trauter Einigkeit agieren. rockefeller und ford Hand in Hand mit soros. Das ist ein sehr wichtiger Hinweis, weil das besagt, dass es um etwas gehen muss, wo sich die beiden usa Fraktionen noch einig sind; und da gibt es nicht sehr viel.

Da der Schädigungsschwerpunkt ganz klar in Europa liegt, kommt dafür eigentlich nur eines in Betracht, was, welch Zufall, auch recht gut zum iwf/eu Streit (der rein zufällig zeitgleich ans Tageslicht kommt, haha) passt: eu-ropa soll den usa untergeordnet und fernsteuerbar bleiben. Unterschiede zwischen ziocons und "patrioten" sind in der Frage wie und wozu, aber *dass* eu-ropa sich keinesfalls von der usa loslösen oder sich gar gegen die usa positionieren darf, darüber ist man sich einig.

Aber auch in eu-ropa gibt es mehrere Fraktionen. Unter anderem die ziocons mit merkel, die, ich nenne sich mal so, Wirtschaftspragmatiker, die eu-ropa jedenfalls auf der Seite sehen wollen, wo Gewinne zu erwarten sind und die Nationalisten, die in unterschiedlicher Gewichtung gegen die usa und gegen eu-ropa (und für nationale Souveränität) sind. Wie inzwischen deutlich wurde, sind die ziocons in eu-ropa auf dem Weg nach unten und unter erheblichem Druck zu handeln. Und, schau an, die panama Papiere belasten vor allem justamente die Gegner der ziocons wie auch jene, die eine bessere Zukunft ohne die usa sehen.

Auch sollte nicht übersehen werden, dass das Aufflammen des Berg-Karabach Konflikts keineswegs zufällig justamente jetzt betrieben wurde. Auch da sind die Zeichen ziemlich klar. Sowohl türkisistan wie auch georgien machen keinen Hehl daraus, dass sie die weniger Russland-freundliche Seite (Aserbeidschan) mit illegalen Söldnern (sprich von ihren Geheimdiensten gesteuerten Terroristen) unterstützen.

Allerdings müssen sie nicht nur unter großem Druck sondern auch ziemlich verzweifelt sein. Denn Aserbeidschan ist beileibe nicht mehr so Russland-feindlich, wie sie es gerne hätten, vor allem aber ist das Spielfeld ein ganz erheblich anderes als zum Zeitpunkt der Planung der derzeitigen Probleme. Damals lag dem Plan offensichtlich die Erwartung zugrunde, dass isis Syrien abräumen und sich dann über die irakischen kurden-Gebiete recht zügig Richtung Russland bewegen und den Süden Russlands in Brand setzen würde.
Nur lief es nicht so und so müssen die Berg-Karabach Anschläge unter ganz erheblich schlechteren Voraussetzungen stattfinden als ursprünglich geplant.
Und es gibt noch ein Problem: Russland hat ganz zweifellos die Möglichkeit, dort binnen Stunden für Ruhe zu sorgen. Man könnte das z.B. "Friedenstruppen" nennen, weil Russland sich tatsächlich ganz neutral verhalten könnte. Also: Ein paar Tausend Luftlandetruppen, Deklaration eines neutralen und waffenfreien Gürtels mit stringentem russischen Eingreifen bei Zuwiderhandlungen.

*Natürlich* wirkt beides, die panama Papiere und der Berg-Karabach Anschlag erst einmal wuchtig und bedrohlich, tatsächlich aber belegen beide, dass den amis das Wasser bis zum Hals steht (eher sogar schon Oberkante Unterlippe) und dass sie weitgehend machtlos sind, was Russland angeht. Was sie eben noch zuwege bringen ist, in eu-ropa für durchaus erheblichen Ärger zu sorgen und ganz nebenbei auch die Grundlage für Überwachungsstaaten zu schaffen. Allerdings wird auch das letztlich wenig bringen, denn auch eu-ropa ist inzwischen tief fraktioniert und hat reichlich Risse und potentielle Bruchstellen. Von der bankrotten rapefugee Einladerin merkel gar nicht zu reden.

Und Leuten mit Geld, das sie schützen und steuergünstig anlegen wollen, rate ich einen Blick in den Osten. Russland hat sehr attraktive Investitionsmöglichkeiten und sehr anständige Steuersätze und auch Kasachstan ist nicht zu verachten. Womöglich sollte Russland sich demnächst noch bedanken bei den "journalisten" für die wundervolle Werbung.

@темы: usa, eu-ropa, ziocons

Russophilus

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